Thüringen. Die Debatte um den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet gewinnt weiter an Fahrt. Angesichts neuer Studien fordert die CDU strengere Altersgrenzen für die Nutzung sozialer Medien – und sieht akuten Handlungsbedarf.

Ausgangspunkt ist eine aktuelle Untersuchung des Institut der deutschen Wirtschaft (IW), die die Risiken einer frühen und intensiven Nutzung sozialer Netzwerke deutlich macht. Die medienpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Marion Rosin, sieht darin eine klare Bestätigung für politische Maßnahmen: Der Schutz Minderjähriger müsse deutlich verstärkt werden.

Bereits auf ihrem Bundesparteitag im Februar hatte sich die CDU mit großer Mehrheit für ein Mindestalter bei sozialen Medien ausgesprochen. Diese Linie wird nun weiter bekräftigt. Hintergrund sind unter anderem Studienergebnisse, die Zusammenhänge zwischen früher Social-Media-Nutzung und psychischen Belastungen, Konzentrationsproblemen sowie einem erhöhten Risiko für Cybermobbing aufzeigen.

„Soziale Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Umso wichtiger ist es, Kinder und Jugendliche vor den Risiken einer zu frühen Nutzung zu schützen“, betont Rosin. Der Schutz im Netz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – gefragt seien nicht nur gesetzliche Regelungen, sondern auch Eltern, Schulen und die Plattformbetreiber selbst.

Konkret fordert die CDU ein Bündel an Maßnahmen: Altersgrenzen sollen konsequenter durchgesetzt und technisch überprüfbar gemacht werden. Gleichzeitig soll die Medienkompetenz in Schulen gestärkt und durch zusätzliche Bildungsangebote ergänzt werden. Auch Eltern sollen gezielter unterstützt werden, um ihre Kinder im Umgang mit digitalen Medien besser begleiten zu können. Darüber hinaus wird eine engere Zusammenarbeit von Bund und Ländern beim Jugendmedienschutz gefordert.

Ziel sei es, Kindern einen sicheren und altersgerechten Zugang zur digitalen Welt zu ermöglichen. Medienkompetenz und wirksamer Schutz dürften dabei nicht getrennt voneinander gedacht werden, so Marion Rosin.