Erste Hilfstransporte kommen zurück

Eine Unterkunft für verzweifelte Menschen aus der Ukraine im Polnischen Przemysl. Sie alle hoffen, dass sie mit ihren Familien wieder zusammenkommen. Foto: Philipp Müller

Es sind dramatische Szenen, die sich an der ukrainisch-polnischen Grenze abspielen. Auf der einen Seite verzweifelte Menschen, die aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine kommen und von ihren Vätern und Männern sich trennen mussten. Auf der anderen sind es auf der Polnischen Seite Leute, die ihnen beistehen, die alles versuchen, damit die Flüchtlinge versorgt werden können.

Christian Wichmann zur Situation vor Ort.

Wenn man es nicht selbst gesehen hat, kann man es kaum glauben, so der Eichsfelder Christian Wichmann. Alle halbe Stunde kommen hunderte von Menschen aus der Ukraine nach Przsemysl. Die Kinder total durchgefroren, ihre Mütter verängstigt. Niemand weiß, wie es weitergeht. Es ist unfassbar, was ein Mensch anderen antun kann, so Christian Wichmann.

Am Mittwoch und Donnerstag hatten sich Hilfstransporte des Garant-Unternehmens auf den Weg ins polnische Przemysl gemacht, 15 Kilometer vor der ukrainischen Grenze. Sie brachten Hilfsgüter hin und sind jetzt auf dem Rückweg. Aber sie kommen nicht allein. In den Autos haben Mütter mit ihren Kindern Platz gefunden, Es sind Flüchtlinge aus der Ukraine. Ein älteres Ehepaar, eine Mutter mit einem Kind, eine Mutter mit drei Kindern, eine mit zwei und noch eine Frau. Man kann nur ahnen, mit welchen Gefühlen sie Zuflucht suchen, über Tausend Kilometer von ihrer Heimat entfernt.

Im Eichsfeld warten schon Unterkünfte auf sie. Bis sie in der Nacht ankommen, ist alles parat. Wünschen wir allen eine gute Fahrt!

Ilka Kühn

Eindrücke von Philipp Müller und Christian Wichmann heute in Prszemysl:

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