Amphibienschutz an Straßen

Erdkröten, Grasfrösche, Molche und weitere Amphibienarten werden durch die nun steigenden Temperaturen sowie durch die zunehmende Tageslichtlänge animiert, ihre Winterquartiere zu verlassen und die Laichgewässer zur Fortpflanzung aufzusuchen.

Ein Erdkrötenmännchen auf dem Weg zum „Hochzeitsfest. Foto: Arne Willenberg

Vor allem Erdkröten vollführen dazu eine Wanderung von teilweise mehr als 3 Kilometern. Das ist für sie ein mehrtägiger Weg voller Gefahren. Vor allem, wenn befahrene Straßen überquert werden müssen, führt das zu großen Verlusten. Um diese zu minimieren, fangen vielerorts an den Straßen Naturfreunde und Naturschützer die Tiere ab und tragen sie über die Fahrbahn.

Das Frühjahr ist Wanderzeit bei den Amphibien – Vorsicht im Straßenverkehr ist geboten. Foto: Arne Willenberg

Dazu werden über viele Hundert Meter mobile Sperrzäune aufgebaut sowie Fangeimer in die Erde eingegraben. Das ist eine sehr anstrengende Arbeit, die im Eichsfeld vor allem von Ehrenamtlichen vollbracht wird. Ihr Engagement kann nicht genug gewürdigt werden.

Die Ranger des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal helfen dabei. „Seit vielen Jahren bauen wir den Fangzaun am Holzweg bei Heiligenstadt auf, der durch den BUND-Kreisverband Eichsfeld betreut wird. Seit 2020 helfen wir auch dem NABU-Obereichsfeld beim Aufbau ihrer Amphibienschutzzäune, auch wenn diese gar nicht im Naturpark liegen. Aber die Notwendigkeit solcher Artenschutzmaßnahmen ist eben unabhängig von Gebietsgrenzen und nur durch Zusammenarbeit gut zu bewerkstelligen.“, stellt Arne Willenberg, zuständig für Arten- und Biotopschutz in der Naturparkverwaltung, fest.

Die Betreuung der Zäune über mehrere Wochen, müssen die ehrenamtlichen Naturschützer dann aber allein bewältigen, was heißt, zweimal täglich die gefangenen Tiere über die Straße zu bringen.

Wer sich für den Amphibienschutz engagieren möchte, ist gerne willkommen. Der Naturpark vermittelt den Kontakt und ist erreichbar unter 0361-57 391 5000.

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