1.560 Kubikmeter Trinkwasserbehälter am Netz

Christian Senge, Projektingenieur der EW Wasser GmbH, erklärt die Funktionsweise des neuen Hochbehälters „Kötergrund“. Foto: EW

Langfristige Grundlage für die Wasserversorgung im neuen Gewerbegebiet „An der A38 – Ost“ gelegt: Das neue Gewerbegebiet in Heilbad Heiligenstadt ist zukunftsweisend. In zentraler Lage realisiert die EW Projekt GmbH als Tochter der Eichsfeldwerke federführend für die Stadt Heilbad Heiligenstadt und den Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld (WAZ) das Großprojekt zur Ansiedlung neuer Unternehmen. Grundlagen dafür sind unter anderem die Errichtung des neuen Hochbehälters „Kötergrund“ zur Trinkwasserversorgung sowie auch die Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens für die Abwasserentsorgung im neuen Areal.

In eineinhalb Jahren hat die EW Wasser GmbH als Betriebsführerin des WAZ Obereichsfeld den neuen Hochbehälter fertiggestellt. Mit einem Fassungsvermögen von 1.560 Kubikmetern ist er als 67. Behälter der größte im Versorgungsgebiet des Zweckverbands.

Die kreisförmige, 2.000 Tonnen schwere Stahlbetonkonstruktion mit einem Durchmesser von 22 Metern ist landschaftlich nun eingebettet. Nur noch das Schieberhaus, über welches der Betrieb des Hochbehälters durch die integrierte Mess- und Regeltechnik gesteuert und überwacht wird, erinnert an das unterirdische Bauwerk.

Der Hochbehälter, bestehend aus zwei Wasserkammern, fungiert dabei als Gegenbehälter: So wird das Quell- und Brunnenwasser aus dem Gesundbrunnen nahe dem Jahnturnplatz und den Bohrbrunnen im Raum Rengelrode durch das Versorgungsnetz geleitet. Das Wasser erreicht dann den Hochbehälter, wird dort zwischengespeichert und bei Bedarf wieder ins Leitungsnetz abgegeben.

Somit können Verbrauchsschwankungen ausgeglichen werden. Mittels der Druckerhöhungsanlage wird der bedarfsgerechte Versorgungsdruck bereitgestellt. Durch die getrennte Bauweise der Kammern kann jeweils eine der beiden beispielsweise für Wartungsarbeiten außer Betrieb genommen werden, ohne dass die Funktion der Anlage ausfällt. 

Auch die abwasserseitigen Baumaßnahmen im Gewerbegebiet sind abgeschlossen. In der neu errichteten Regenwasserbehandlungsanlage wird verschmutztes Oberflächenwasser geklärt und anschießend über das 9.450 Kubikmeter fassende Regenrückhaltebecken gedrosselt über den Eichbach in die Leine abgeleitet. Besonders bei Extremwettersituationen wie zum Beispiel Starkregen kann das Becken kurzfristig große Wassermengen speichern. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur Minimierung der Hochwassergefahr. Das künftig in Betrieben anfallende Schmutzwasser wird in die Kläranlage Leinetal geleitet. Dort wird es vollbiologisch aufbereitet und energetisch weiterverwertet.

Bereits am 22. Dezember letzten Jahres konnte das erste Unternehmen im Gewerbegebiet „An der A38 – Ost“ an das Wasserver- und Abwasserentsorgungsnetz des WAZ Obereichsfeld angeschlossen werden. 

 

 

 

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