Worbis. Der Roßplatz war fest in der Hand der Zweitaktfreunde: Moped an Moped, dazwischen Motorräder, Trabis und Wartburgs. Über das Kopfsteinpflaster rollten die alten Fahrzeuge, zahlreiche Zuschauer standen am Straßenrand und schauten zu. Beim Zweitakt-Treffen in Worbis war mächtig was los.

Vor allem die Simson-Modelle bestimmten das Bild. Ob Schwalbe, S50, S51 oder andere Klassiker – es gab viel zu sehen und noch mehr zu erzählen. Die Zweitaktfreunde nutzten die Gelegenheit zum Schauen, Vergleichen und Fachsimpeln.

Dabei zeigte sich einmal mehr: Die Begeisterung für Simson ist keineswegs nur etwas für diejenigen, die früher selbst damit unterwegs waren. Natürlich gibt es noch so manches alte Moped, das über Jahrzehnte in einer Garage, im Keller oder in der Scheune überlebt hat. Doch besonders auffällig waren die vielen jungen Leute, die heute wieder mit großer Begeisterung Simson fahren, daran schrauben und zu solchen Treffen kommen.






Die Teilnehmer reisten längst nicht nur aus dem Eichsfeld an. Immer wieder waren Kennzeichen aus Göttingen und Duderstadt zu entdecken. Andere kamen aus den Orten der Umgebung – und manche nahmen für das Treffen deutlich weitere Wege auf sich.
Ein Höhepunkt war die gemeinsame Rundfahrt. Nach und nach setzten sich Mopeds, Motorräder und einige der alten Autos auf dem Roßplatz in Bewegung. Von Worbis führte die Tour nach Leinefelde und bis hinunter zur Landesgartenschau. Die Ausfahrt verlief problemlos und dürfte unterwegs so manchen Blick auf sich gezogen haben.
Danach ging es wieder im Kulturpfarrhof in Worbis weiter. Hier kamen die Zweitaktfreunde bei Essen und Getränken zusammen, tauschten Erfahrungen aus und führten natürlich noch viele Gespräche über ihre Fahrzeuge.
Für die passende Musik sorgte die Rockband TM6. Mit Songs aus den 60er- und 70er-Jahren passte auch der musikalische Rahmen hervorragend zu den Fahrzeugen, die zum Teil schon seit Jahrzehnten auf unseren Straßen unterwegs sind.
Veranstaltet wurde das Zweitakt-Treffen von Event Gaßmann. Der große Zuspruch zeigte eindrucksvoll, dass Simson, Trabant, Wartburg und Co. nichts von ihrer Anziehungskraft verloren haben. Im Gegenteil: Die Zweitakt-Szene lebt – und eine junge Generation sorgt offenbar dafür, dass das auch noch lange so bleibt.
Ilka Kühn

