„Zusammenhalt ist für eine gute Zukunft wichtig“

Grußwort vom Leinefelde-Worbiser Bürgermeister Marko Grosa:

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leinefelde-Worbis, wir gehen in den zweiten Corona-Winter und sehen Infiziertenzahlen, die jene des ersten Corona-Jahres noch weit übertreffen. Schon im November haben wir dieselben Infiziertenzahlen gehabt wie zur schlimmsten Zeit rund um Weihnachten 2020, und das trotz hochwirksamer Impfungen. Wieder sind Einschränkungen von uns allen notwendig, was immer mehr zu Unmut führt, auf Seiten der Ungeimpften wie auch der Geimpften. 

Unzufrieden ist man aber nicht mehr nur darüber, dass Covid-19 unseren ganz persönlichen Alltag empfindlich stört. Die Pandemie belastet längst den gesellschaftlichen Zusammenhalt, und der Unmut bricht sich Bahn auf beinahe jeder Ebene. Nicht nur die Existenz und die Gefährlichkeit des Corona-Virus werden angezweifelt. Tatsachen werden inzwischen auch anderswo beliebig verdreht, und es wird drauflos geschimpft ohne Blick auf Verantwortliche und Zuständigkeiten. 

Dabei hat unsere Stadt die wirtschaftlichen Folgen von Corona bislang gut überstanden. Das darf selbstredend nicht vergessen lassen, dass auch im Eichsfeld inzwischen mehr als 260 Menschen an dem heimtückischen Virus verstorben sind und weitere in der unbarmherzigen Statistik noch dazukommen werden. Jedes Todesopfer hinterlässt Angehörige und Freunde, denen Trost gespendet werden muss, egal ob Impfgegner oder Impfbefürworter. Das müssen wir stets im Bewusstsein behalten.

Und dennoch muss der Blick auch nach vorne gerichtet werden. Nachdem die Stadt durch Corona 3,5 Millionen Euro Steuereinbrüche zu verkraften hatte, wollen wir im nächsten Jahr wieder 34 Millionen Euro investieren. 

Zum Glück haben die mittelständischen Betriebe die Steuerzahlungen zeitnah wieder aufgenommen, sodass wir wieder einen stabilen Haushalt vorweisen können. Unsere Gewerbesteuereinnahmen haben sich insgesamt gesehen trotz Corona positiv entwickelt. Sie sind seit dem Jahr 2015 von rund 13 Millionen Euro – das sind 719 Euro pro Einwohner – auf jetzt 17 Millionen Euro (857 Euro pro Einwohner) gestiegen. Wir haben also vier Millionen Euro mehr pro Jahr an Steuereinnahmen und streben an, völlig unabhängig von Schlüsselzuweisungen des Landes zu werden. Dann wird es uns leichter fallen, Großprojekte wie die Landesgartenschau, den Umbau des Worbiser Klosters oder des Stadt L. in Leinefelde gleichzeitig zu stemmen. Hier sind wir durch Corona und andere Widrigkeiten etwas ins Stocken geraten. 

Aber manche Erfolge brauchen ihre Zeit. So wird auch die Entwicklung von 48 Baugebieten in unserer Stadt ab dem kommenden Jahr sichtbar werden und vielen Familien ermöglichen, ihren Traum vom Eigenheim in unserer Kommune zu verwirklichen. 

Ich danke den mittelständischen Betrieben, dass sie ihrer Stadt treue Steuerzahler sind, und ich danke allen fleißigen Bürgern, die ebenfalls ihren Beitrag fürs Gemeinwohl leisten. Dank gebührt ebenso den Vereinen, Verbänden und allen politisch Aktiven dafür, dass sie Verantwortung für unsere Demokratie und unsere Gesellschaft übernehmen.  Und ganz besonders danke ich all jenen, die auch der Stadtverwaltung mal Danke sagen und nicht nur nörgeln. Ein Dank geht auch an die Stadträte, die Ortsteilräte und nicht zuletzt an meine Verwaltungsmitarbeiter.  Denn bekanntlich führt ein Bürgermeister eine Stadt nicht allein. 

Bleiben Sie alle gesund, feiern Sie Weihnachten im Kreise Ihrer Lieben und starten Sie gut ins neue Jahr! Ich wünsche uns allen Geduld und Durchhaltevermögen, Verständnis für einander und den gemeinsamen Willen, die Pandemie mit möglichst wenigen weiteren Opfern enden zu lassen.

Ihr Marko Grosa

Bürgermeister der Stadt Leinefelde-Worbis

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