
Worbis. Eine Tagesordnung ohne große Themen – und trotzdem ein gut gefüllter Sitzungsraum: 19 Bürger waren am Montagabend zur Ortsteilratssitzung in die Feuerwehr gekommen. Ortsteilbürgermeister Jens Worm-Büschleb und der Ortsteilrat hatten ausdrücklich dazu eingeladen, Fragen zu stellen und Anliegen vorzubringen.
Man hätte angesichts der überschaubaren Tagesordnung fragen können, ob diese Sitzung überhaupt nötig sei. Doch der Abend zeigte, dass es durchaus Gesprächsbedarf gibt. Einen solchen Besucherandrang erlebt der Ortsteilrat selten. Vergleichbar war etwa die Sitzung in der damaligen Schulaula, als es um die Schließung des Hallenbades ging.
Dabei bleibt die Frage, warum die Plätze sonst häufig leer bleiben. Denn eine Bürgerfragestunde gehört auch zu den regulären Sitzungen. Die Möglichkeit, Probleme anzusprechen und Fragen zu stellen, besteht also regelmäßig. Die ausdrückliche Einladung hat diesmal offenbar mehr Menschen erreicht. Der Verein Gemeinsam für Worbis hatte über Socialmedia eingeladen. Wenn man die Presse auch genutzt hätte, wären es vielleicht noch mehr geworden.
Was die Bürger bewegt, liegt meist unmittelbar vor ihrer Haustür. Die großen Fragen zur Zukunft von Worbis standen an diesem Abend dagegen kaum im Mittelpunkt: Was wird aus dem ehemaligen Krankenhaus? Was geschieht mit dem Glashaus, wie geht es mit dem Saal weiter? Danach wurde nicht gefragt.
Eine Nachfrage gab es allerdings zum Gülden Creutz. Bürgermeister Christian Zwingmann erklärte, dass noch ein Verfahren offen war. Er rechne damit, dass das Gebäude Ende November wieder der Stadt gehöre.
Offen bleibt, was anschließend mit dem Haus geschieht. Darauf werden wir noch gesondert eingehen. Auch auf die Probleme, die die Besucher der Sitzung gestern Abend ansprachen.
Ilka Kühn


