Viele Blumen und Worte des Dankes

Von der 10. Kreistagssitzung

Landrat dankt für fast 30jährige Zusammenarbeit
Ingelore Hennecke bei ihrer Rede im Kreistag

Neben den vielen Beschlüssen, die der Kreistag am Mittwoch gefasst hat, stand zum Schluss eine Frau im Mittelpunkt: Ingelore Hennecke. Seit nunmehr fast 30 Jahren ist sie diejenige, die alles, was mit dem Kreistag in irgendeiner Weise zusammenhängt, organisiert. Der für dieses Jahr letzte Kreistag war allerdings für sie auch eine Überraschung. Denn die Fraktionen kamen mit Blumen und den besten Wünschen für einen neuen Lebensabschnitt.

Ingelore Hennecke geht zum Jahresende in den sogenannten Ruhestand. Landrat Dr. Werner Henning würdigte in der Kreistagssitzung ihre Arbeit und sagte, dass es für ihn persönlich eine spannende und tolle Zeit war. Er las einiges vor, was zu ihrer Arbeit alles gehörte. Das war eine ganze Menge. Von der Leitung der Öffentlichkeitsarbeit, Vorbereitung der Ausschüsse und Kreistage, Absprachen mit dem Landrat, Aufstellung und Führung von Sitzungsplänen, Tagesordnung, Ablaufpläne, Organisation von Veranstaltungen, Sitzungsteilnahme, Protokollführung. Letzteres sei eine hohe Kunst, die Ingelore Hennecke bestens beherrscht hat, betonte der Landrat. An ihren Protokollen sei so gut wie nie herumgemeckert worden, sagte er.

 Es war eine ziemlich lange Liste, die Werner Henning da “ab arbeitete”. Es kann wohl kaum jemand nachvollziehen, was zu solch einem Job, wie ihn Ingelore Hennecke leistete, dazu gehört. Und das Besondere für mich ist, sie ist immer Mensch geblieben, ein ruhiger, scheinbar gelassener, nie auf Streit aus, immer höflich. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass sie auch für die Presse da war, deren Vertreter nicht immer pflegeleicht sind. 

Überrascht von der Anteilnahme an ihrer Person äußerte sich Ingelore Hennecke dann noch selbst. Sie erzählte, dass sie einst aus dem Brandenburgischen ins Eichsfeld kam, dies aber längst ihre Heimat geworden sei. Die tägliche Arbeit nach bestem Gewissen auszufüllen, das war ihr oberstes Gebot, und das genau 29 Jahre und zehn Monate. In all diesen Jahren habe sie an keiner einzigen Kreistagssitzung gefehlt. Das kann ihr sicher kein Kreistagsmitglied nachmachen. In aller Aufregung hat sie bei ihrer kleinen Rede eins vergessen zu erwähnen: ihr Team. Ohne die Kolleginnen und Kollegen sei solch eine Arbeit nicht zu bewältigen, sagte sie mir gestern noch bei einem Telefonat. 

Und wenn Ingelore Hennecke jetzt geht, dann wird sie sicher nicht untätig. Sie hat Familie und erschließt sich bestimmt auch neue Gebiete. Und man kann sich auch vorstellen, dass der eine oder andere Hilferuf sie auch im Ruhestand erreichen wird.

Ilka Kühn

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