Stadtratsitzung mit Superlativen

Christian Zwingmann vor seiner Antrittsrede und Thomas Müller. Foto: Ilka Kühn

Leinefelde. Es war die wohl kürzeste Stadtratsitzung und die mit den meisten Besuchern in der Geschichte von Leinefelde-Worbis und auch davor der beiden Städte. 16 Uhr begann sie heute Nachmittag und 17 Uhr war der öffentliche Teil auch schon zu Ende. Gezählt haben wir 73 Gäste in der Obereichsfeldhalle.

Das älteste Stadtratsmitglied, Dr. Karl-Heinz Klose vereidigte den neuen Bürgermeister. Foto: Ilka Kühn

Eine geschichtsträchtige Stadtratsitzung war es. Der neue Bürgermeister, Christian Zwingmann. wurde vom ältesten Stadtratsmitglied, Dr. Karl-Heinz Klose vereidigt. Er legte dem neuen Stadtoberhaupt auch die Amtskette an, die bei besonderen Anlässen getragen wird. Die beiden neuen Ortsteilbürgermeister, Torsten Städtler/Kallmerode und Falko Seifert/Hundeshagen wurden von Christian Zwingmann vereidigt.

Zu Beginn der Stadtratsitzung wurden alle mit herzlichen Worten vom Stadtratsvorsitzenden Thomas Müller begrüßt. Wie ein guter Moderator führte er durchs „Programm“, besser gesagt, die Sitzung. Es lief alles wie ein gut geöltes Uhrwerk. Wahlleiter Jürgen Unger hatte noch einmal die einzelnen Wahlergebnisse vorgestellt.

Christian Zwingmann fand auch für Thomas Müller als ehemaligen Bürgermeister von Hundeshagen ehrende und dankende Worte und würde sich freuen, wenn er der Stadt als Vorsitzender des Stadtrates noch lange erhalten bliebe.

In seiner Antrittsrede ging Christian Zwingmann auf seine Person und darauf ein, was er für besonders wichtig hält. So habe das Gespräch mit dem Bürger bei ihm durchaus Priorität. Dass er heute hier den Amtseid geleistet habe, sei das Ergebnis eines demokratischen Prozesses, einer freiwilligen Wahl, deren Ausgang von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt bestimmt wurde. Er freue sich, dass so viele Menschen ihm zutrauen, dass er es kann: Bürgermeister. Gedankt hat er auch seinen Vorgängern wie Gerd Reinhardt, Eckart Lintzel und Marko Grosa.

Bevor die öffentliche Sitzung geschlossen wurde, konnten die Stadträte noch Fragen stellen, die Gäste dann zum Schluss in der Bürgerfragestunde. Dies bezüglich stellte Bernd Preis von der ÖDP auch gleich die Frage, ob denn die Bürgerfragestunde an den Anfang einer Stadtratsitzung gestellt werden könne, wie es in anderen Städten ja auch üblich sei. Es kamen weitere Fragen wie zum geplanten Kindergartenneubau in Kallmerode, zur Flüchtlingszeltstadt in Wintzingerode Baumaßnahmen in Worbis u.a.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Apel hatte sich zu Wort gemeldet zum Thema Wahlausgang für die CDU. Es sei für sie bitter gewesen, aber nun wolle man nach vorn schauen.

Auch einige Bürger meldeten sich zu Wort, die einen gratulierten Christian Zwingmann, andere kamen mit Problemen. So ein ausländischer Bürger, der seit 45 Jahren in Leinefelde lebe und immer noch kein Personalausweis habe.

Fachfragen wurden zur Stadtratsitzung von den jeweiligen Fachamtsleitern beantwortet, derer die Stadt sieben habe. Thomas Müller lud die interessierten Gäste gleich für den 26. September zur nächsten Stadtratsitzung ein. Da darf man schon gespannt sein, wie groß das Interesse dann sein wird.

Ilka Kühn

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