Breitenworbis. Sechs Schafe sind in der Nacht zum Donnerstag, 5. November, bei Breitenworbis gerissen worden. Nach Angaben der Polizei wurden 25 weitere Tiere verletzt. Ein Gutachter des Kompetenzzentrums Wolf, Biber, Luchs hält einen Wolfsangriff nach Angaben des Tierhalters für sehr wahrscheinlich. Er nahm genetische Proben von den getöteten Tieren.
Gegen 0.46 Uhr hatte ein Bürger der Polizei eine große freilaufende Schafherde auf der L 1014 zwischen Breitenworbis und Haynrode gemeldet. Vier Polizeibeamte sicherten die Tiere gemeinsam mit dem Halter bis etwa 2.30 Uhr. Die Schafe waren von einer Weide zwischen der K 209 und der L 3080 im Bereich Schacht Bernterode ausgebrochen.
Am Morgen entdeckte der Halter mehrere gerissene Schafe und verständigte das Kompetenzzentrum in Erfurt. Gegen 17.30 Uhr informierte er die Polizeiinspektion Eichsfeld über die Einschätzung des Gutachters. Ein Ergebnis der genetischen Untersuchung lag laut Polizeimeldung noch nicht vor.
Die Herde ist seit dem Vorfall sehr unruhig. Die Polizei bittet Spaziergänger und Wanderer, Abstand zu den Schafen zu halten. Wer dort mit dem Auto unterwegs ist, soll besonders auf Wild und freilaufende Tiere achten.


