Pfr. Tobias Reinhold: Der Blasiussegen

Jedes Jahr am 3. Februar gedenkt die katholische Kirche des heiligen Bischofs Blasius von Sebaste. Dieser wirkte als Arzt in Kleinasien, wo er dann auch Bischof wurde. Im 4. Jahrhundert n. Chr. starb Blasius als Märtyrer, also als Zeuge für den Glauben. Er wurde enthauptet und gilt als einer der 14 Nothelfer. Blasius ist Patron der Ärzte, Hutmacher und Weber.

Auf das volkstümliche Wunder der Heilung eines Jungen mit der Fischgräte geht der Brauch des Blasiussegens zurück, wobei zwei geweihte und brennende Kerzen gekreuzt vor den Hals gehalten werden. Dies soll bei Halsschmerzen, Ersticken und anderen Halserkrankungen helfen.

Der Blasiussegen lautet: „Auf die Fürsprache des heiligen Bischofs Blasius bewahre Dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen. Es segne Dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.“

Der heilige Blasius wird häufig im Gewand eines Bischofs mit Stab und Mitra und zwei gekreuzten oder ineinandergeflochtenen Kerzen dargestellt.

Mit dem Blasiussegen wird deutlich, dass die Erlösung, die Gott uns Menschen zuspricht, Leib und Seele betrifft, also den ganzen Menschen. Bei diesem Segen erbittet der gläubige Mensch Gottes Nähe auf die Fürsprache jenes Heiligen hin. Alle Segnungen sind somit auch Zeichenhandlungen.

Als Seelsorger darf ich oft erleben, wie wichtig gerade Zeichen und Gesten sind. Viele Menschen warten auf ein gutes Wort, Zuwendung, einen Besuch, auf Segen und Beistand. Oder auch nur auf jemanden, der sich wirklich Zeit nimmt und zuhört. Somit ist es ein wesentlicher Bestandteil der Kirche, die Heilungsbotschaft Jesu Christi wirksam werden zu lassen.

Dienstag, 1.2.: 18.00 Uhr in Hundeshagen, St. Dionysius

Mittwoch, 2.2.: 18.00 Uhr in Teistungen, St. Andreas

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