
Leinefelde. Der Autobrand liegt inzwischen mehrere Monate zurück, die Spuren sind aber noch immer deutlich sichtbar. Im März dieses Jahres brannte im Iseke-Weg in Leinefelde ein Fahrzeug unmittelbar neben einem Wohn- beziehungsweise Geschäftshaus. Durch die starke Hitze wurde offenbar auch die Fassade des angrenzenden Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen. Besonders auffällig ist bis heute ein beschädigtes Fenster.
Während das ausgebrannte Fahrzeug längst verschwunden ist, sind an der Fensterscheibe noch immer großflächige Schäden zu erkennen. Teile des Glases fehlen bereits, andere Glasscherben hängen offenbar noch im Fensterrahmen. Und genau das wirft Fragen auf.

Unterhalb des Fensters führt der gepflasterte Bereich direkt am Gebäude entlang. Menschen können dort vorbeigehen. Sollte sich weiteres Glas aus der beschädigten Scheibe lösen und nach unten fallen, besteht eine nicht zu unterschätzende Verletzungsgefahr.
Unverständlich ist deshalb, warum die beschädigte Scheibe Monate nach dem Brand noch immer nicht vollständig entfernt oder zumindest fachgerecht gesichert wurde. Nach einem Feuer geht es schließlich nicht nur darum, den eigentlichen Brandort zu räumen. Auch Folgeschäden an angrenzenden Gebäuden müssen so abgesichert werden, dass von ihnen keine Gefahr für Passanten ausgeht.
Wer für das Gebäude beziehungsweise die Sicherung des Fensters verantwortlich ist, sollte deshalb kurzfristig geklärt werden. Liegt die Verantwortung beim Eigentümer? Ist der Schaden bereits einer Versicherung gemeldet worden? Wurde die Gefahrenstelle von einer Behörde überprüft? Und vor allem: Warum hängen die Glasscherben noch immer dort?
Dass die Beseitigung eines Brandschadens Zeit benötigen kann, ist nachvollziehbar. Eine möglicherweise herabfallende Glasscheibe über einem öffentlich zugänglichen Bereich sollte allerdings nicht über Monate hinweg zum Normalzustand werden.
Die Bilder zeigen deutlich: Hier geht es längst nicht mehr allein um einen unschönen Brandschaden. Es geht um die Frage der Sicherheit.
Ilka Kühn

