Grundschule macht Ferien im Alternativen Bärenpark

Am Eingang des Bärenparkes. Fotos: Ilka Kühn

Worbis. Zwei Wochen werden Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Klassen der Worbiser Grundschule im Bärenpark sein. Heute wurde die erste Gruppe mit 30 Mädchen und Jungen herzlich im Bärenpark begrüßt. In der nächsten Woche kommen über 50 aus der Grundschule. Die Schule nimmt am Programm Bildungsunterstützende Ferienangebote Thüringens teil.

Die Kinder waren heute morgen schon gespannt, was sie in dieser Woche im Bärenpark erleben werden. In zwei Gruppen aufgeteilt, begleitet von den Lehrerinnen Ina Hübler und Nadine Fütterer, ließen sich die Mädchen und Jungen in einem kleinen Vortrag mit Videos und Bildern von Parkleiterin Sabrina Schröder und Pädagogin Tonja einstimmen.

Die meisten waren schon mal im Bärenpark. Aber als “normale” Besucher, in diesen Tagen werden sie das einmalige Tierschutzprojekt des Freistaates intensiver kennen lernen.

Die Gruppe mit den 3. und 4. Klässlern verfolgte im Dokumentationsraum den Einführungsvortrag. Sabrina Schröder konnte den Kindern sehr gut und anschaulich erklären, warum der Bärenpark anders ist als beispielsweise ein Zoo oder Tierpark. Sie bezog die Grundschüler in den Vortrag mit ein und alle schienen sehr wissbegierig. 

Sie verfolgten die Geschichte u Maika, die aus dem einstigen kleinen Käfig als erste in den Bärenpark umziehen konnte und die erstmals Wiese unter den Füßen hatte. Ein Film dokumentiert ihre ersten Schritte in der freien Natur, völlig ungewohnt, nie erlebt. 

Aber die Kinder erfuhren auch, wieso Wölfe sozusagen Therapeuten für verhaltensgestörte Bären sind. Das wissen sicher die meisten Erwachsenen nicht. In allen Projekten des Bärenparkes wird sehr deutlich, dass es nicht nur ein Tierschutzprojekt ist, sondern dass hier sehr viel Wissen vermittelt wird. Selbst in den Ferien. Aber das wird so gut verpackt, dass die Kinder sich nicht langweilen, sondern immer neugieriger auf diesen Bärenpark werden. 

Natürlich gabs beim Vortrag auch mal was zum Anfassen und Anschauen, wie eine echte Bärentatze oder das Gebiss eines Bären. Die ausgestellten Tiere sind allerdings nicht zum Anfassen. Maika hat hier einen Ehrenplatz gefunden, präpariert wie echt aussehend. Ebenso ein Wolf und ein Luchs. 

Tonja vom Bärenparkteam führte die zweite Gruppe durch den Bärenpark. Fotos: Ilka Kühn

Mit soviel Grundwissen ausgestattet und so vielen Bären auf Bildern, gings dann in den Bärenpark. Die Kinder wollten sich natürlich auch testen, ob sie schon erkennen können, wer welcher Bär ist. Eine sehr spannende Woche steht ihnen und den anderen Gruppen nächste Woche bevor. 

Aber auch allen anderen, gleich welchen Alters sie sind, ist ein Besuch des Bärenparkes in Worbis sehr zu empfehlen. Von der Autobahn kommt man bequem dahin, genauso wie über die Landstraße. Es gibt natürlich auch Jahreskarten, wer öfter mal den Bärenpark besuchen möchte. Und Pate kann man für Bär oder Wolf auch werden.

Ilka Kühn