Es hat nicht lange gehalten

Ein Gerücht macht in Leinefelde wieder einmal die Runde

Es wird ja immer mal dies und jenes gesprochen. Derzeit machen sich einige Leute in Leinefelde Gedanken darüber, was wohl mit dem Gemeindezentrum an der Bonifatiuskirche geschehen wird. Das Gerücht besagt, dass die Kirche das Gebäude an die Caritas verkaufen will. Die Caritas hat hier ihren Sitz. Doch das soll wohl so nicht stimmen.

Auf der Internetseite der Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena kann man folgendes lesen: Pfarrgemeinde, Caritas und Bistum sind derzeit gemeinsam im Gespräch, wie das Gemeindezentrum in den nächsten Monaten und Jahren grundlegend saniert werden kann. Das Anfang der 1990er Jahre erbaute Ensemble aus Kirche und Gemeindezentrum ist nach mehr als 30 Jahren renovierungsbedürftig und muss baulich auf einen aktuellen Stand gebracht werden. Hierzu trafen sich in mehreren Gesprächsrunden die drei Partner, die diese Räumlichkeiten bisher nutzen. Die Pfarrgemeinde, das Bistum und auch die Caritas sind in einer sehr guten Gesprächsatmosphäre dabei, eine zukünftige Nutzung des Hauses zu besprechen. Alle drei Beteiligten sind sich darüber einig, dass Kirche und Caritas zusammengehören, weil wir alle Kirche und damit für die Menschen da sind.
Die Caritas ist hier mit ihrer Regionalstelle für das Eichsfeld / Nordthüringen angesiedelt. Frau Schmerbauch leitet und koordiniert von hier aus mit Ihren Kolleginnen und Kollegen die karitatíve Arbeit in der ganzen Region. Darüber hinaus sind u. a. mit dem Inpetto als Sozialkaufhaus, dem Tagestreff, den verschiedenen Beratungsdiensten für Familien, Suchterkrankte und weiteren Rat- und Hilfesuchenden konkrete Hilfsangebote an diesem Standoıt ange- siedelt. Durch weiter steigende Bedarfe für diese sozialen und karitativen Angebote benötigt es weiteren Platz und gute Arbeitsbedingungen.
Die Pfarrgemeinde bringt über Pfarrer Arndt ihre Anliegen mit ein, wie sich Gemeindeleben vor Ort gut gestalten lässt. Räume für Begegnungen aller Art wie bewährt zu nutzen, wo Gemeindeleben uneingeschränkt stattfinden kann, ist ein wichtiges Anliegen. Kirchenvorstand, Kirchortrat und Einzelgespräche mit Personen – vom Hausmeister bis zu den pastoralen Mitarbeitern – haben das Haus in den „Blick“ genommen. Deutlich wird in den Gesprächen, dass es einige gute Ergänzungen gibt und beispielsweise Besprechungsräume und Sanitär- bereiche gemeinsam genutzt werden können.
Die Planungsgespräche sind noch nicht abgeschlossen, werden aber Schritt für Schritt konkreter. Es sind noch einige Fragestellungen zu klären, aber alle Partner sind der Überzeugung, etwas Gutes für die Zukunft auf den Weg bringen zu können. Bis aber der erste Handwerker aktiv wird, wird sicherlich noch ein gutes Jahr vergehen.
Eine Informationsveranstaltung ist für Anfang Oktober in der Bonifatiuskirche geplant.

Soweit der Auszug aus der Internetseite. 30 Jahre für ein Gebäude sind ja sehr jungfräulich. Da kann man in Leinefelde nur froh sein, dass die Plattenbauten länger halten und offensichtlich stabiler gebaut wurden. Es ist kaum zu glauben, dass nach 30 Jahren eine Grundsanierung erfolgen muss. Was sagen denn die Architekten und Bauverantwortlichen von einst dazu? Das würde uns doch mal sehr interessieren.

Jedenfalls macht mit dem Gerücht noch ein anderes die Runde, nämlich, dass Pfarrer Klapprott, der in diesem Haus gewohnt hat, deswegen schon ausziehen musste. Aber auch hier wird man im Internet der Pfarrgemeinde fündig. Dort steht: Mit seinem 80. Geburtstag hat sich Pfarrer Lothar Klapprott entschieden, seinen Wohnsitz in einem Appartement des Seniorenheimes „Zum Heiligen Geist“ in Heilgenstadt zu beziehen. Aufgrund der in den kommenden Jahren anstehenden Generalsanierung des Bonifatiushauses in Leinefelde hat er sich zum jetzigen Zeitpunkt dafür entschieden. Nach wie vor hält er Gottesdienste in unserer Pfarrei. Das Pilgerzimmer im Bonifatiushaus steht ihm als Übernachtungsmöglichkeit immer zur Verfügung.

Na, dann wollen wir mal hoffen, dass die Generalsanierung nicht ein all zu großes Loch in die Kasse reißt und nicht zu umfangreich wird. Eins ist aber auch klar: Wenn man ahnt, dass es über Dieses und Jenes Gerede gibt, dann kann man doch mit einer Veröffentlichung gleich gegensteuern.

Ilka Kühn