Wilhelm Roth konnte auch Kinder für den Vogelschutz begeistern. Foto: Privat

Heilbad Heiligenstadt. Am 26. Mai 2026 verstarb der Naturschützer Wilhelm Roth in Heiligenstadt im Alter von 85 Jahren. Der Naturschutz verliert damit einen weit über die Region hinaus bekannten und engagierten Kämpfer für die Natur. Am 3. Juli sind Trauerfeier und Urnenbeisetzung auf dem Heiligenstädter Friedhof.

Sein Schwerpunkt lag dabei vor allem auf dem Schutz der Vögel und später dem Schutz der Insektenwelt im Eichsfeld.

So engagierte er sich bereits seit 1974 in der Fachgruppe Ornithologie und Vogelschutz. Dort widmete er sich vor allem dem Schutz der Schleiereulen, Dohlen und Mauersegler. Gemeinsam mit Leo Hunold u.a. installierte er zahlreiche Nistkästen, die von der Vogelwelt dankbar angenommen wurden.


Später konzentrierte er sich vor allem auf den Bau von Insektenhotels, die er aktiv in der Bildungsarbeit mit Kindergärten und Schulen (s. Bild) einsetzte. Es war ihm hier ein besonderes Anliegen, junge Menschen für die Natur zu begeistern.


In seinem Engagement war Wilhelm Roth sicherlich kein bequemer Zeitgenosse. Er scheute dabei auch nicht den Konflikt mit der lokalen Politik. Hier manifestierte er seine Anliegen auch in zahlreichen Presseartikeln.
Dabei ging es ihm aber stets um die Sache. Das machte ihn zu einem der bekanntesten Naturschützer in der Region. Wilhelm Roth hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird, so Johannes Hager.


Trauerfeier ist am 3. Juli 2026 um 11:00 Uhr auf dem Heiligenstädter Friedhof mit anschließender Urnenbeisetzung.