Beschimpft und beleidigt

Sie machen nur ihren Job und werden beleidigt. Und es wird immer schlimmer, wenn man sieht, was sich manche Leute gegenüber anderen herausnehmen. Da ist nichts mehr zu spüren von Höflichkeit und Respekt. Und das ist sehr bedauerlich….

Ich hatte in dieser Woche ein Gespräch mit einer Verkäuferin einer Bäckerei, die in einem Einkaufszentrum in Leinefelde eingemietet ist. Ihr hatte die Arbeit immer Freude gemacht, die Begegnung mit den Kunden, ein freundlicher Wortwechsel. Doch mit der Pandemie ist das anders geworden. Während sich die Verkäuferinnen am Backstand strikt an die Anweisung halten, Mund- und Nasenschutz zu tragen, sehen das einige Kunden offenbar nicht so. Nämlich diejenigen, die ohne Maske an den Stand kommen. Freundlich werden sie aufgefordert, doch eine Maske aufzusetzen. Sie werden höflichst daran erinnert, dass sie nicht bedient werden dürfen, wenn Sie keine Maske tragen. Und wer mal eine Maske vergessen hat, kann sie sogar am Backstand erhalten.

Das war in den vergangenen Tagen dann mehrfach fast in einen Eklat ausgeartet. Sie und ihre Kolleginnen wurden aufs Übelste beschimpft und beleidigt. Dabei machen Sie nur ihren Job. 

Die Maskenpflicht gilt in Geschäften momentan noch und zwar für alle. Wenn sich Corona-Gegner davon ausnehmen, dann sollten sie jemand anders zum Einkaufen schicken. Was kann denn eine Verkäuferin dafür? (Ob es auch Verkäufer betrifft, die beleidigt und beschimpft werden, kann ich nicht sagen, da sich bei mir eine Verkäuferin gemeldet hatte. Und der Begriff Kunden steht hier für alle, da Plural).

Begegnen wir doch miteinander wieder mit mehr Höflichkeit und dem nötigen Respekt.

Ilka Kühn

 

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