Anne-Frank-Ausstellung im Eichsfeldmuseum mit Schülerprojekt

Heilbad Heiligenstadt.  Anlässlich des Thüringer Themenjahres „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ präsentiert das Eichsfeldmuseum Heilbad Heiligenstadt im Landkreis Eichsfeld in Kooperation mit dem Staatlichen Gymnasium „Johann Georg Lingemann“ Heilbad Heiligenstadt, dem Staatlichen Schulamt Nordthüringen, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Partnerschaft für Demokratie im Eichsfeld und dem Anne-Frank- Zentrum Berlin die Ausstellung „Lasst mich ich selbst sein. Anne Franks Lebensgeschichte.“
Ab 10. November 2021 werden in der Zeit von etwa 9 Uhr rund  20 sogenannte Peer (gleichaltrig) Guides der Klassen 9 bis 12 von Schulen im Eichsfeld (Regelschulen, Gymnasien, Berufsbildende Schule) in Heiligenstadt kostenfrei durch die Wander-Ausstellung des Anne-Frank-Zentrums Berlin führen und dabei ganz aktiv mit den Schülern ins ins Gespräch kommen.

Dieses Projekt ist gefördert von der Partnerschaft für Demokratie im Eichsfeld. Wichtige Themen aus dem Bereich der Demokratiebildung unter den Jugendlichen werden dabei sein: Antisemitismus, Identität, Gruppenzugehörigkeit, Diskriminierung, Initiativen gegen
Rechtsextremismus und Rassismus. Es soll eine partizipative Form der Erinnerung sein und zivilgesellschaftliches Engagement unterstützen.

Die 20 Peer Guides sind Gymnasiasten der Oberstufe des Staatlichen Gymnasiums „Johann Georg Lingemann“ Heilbad Heiligenstadt, die vom Anne-Frank-Zentrum Berlin extra für dieses Projekt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in einem Training dafür ausgebildet werden. Damit alle weiterführenden staatlichen Schulen im Eichsfeld teilnehmen können,haben es die Eichsfeldwerke finanziell möglich gemacht, dass sämtliche Schüler der staatlichen Schulen des Eichsfeldes kostenfrei per Bus das Heiligenstädter „Eichsfeldmuseum“ besuchen können.

Das Tagesprogramm mit zwei Workshops wurde so abgestimmt, dass ein Teil der Schüler von Peer Guides durch die Ausstellung im Museumsgebäude geführt wird, der andere Teil erfährt Wissenswertes über die Heiligenstädter Stolpersteine, die Kriegsgräber im Park und den Sowjetischen Ehrenfriedhof der Kreisstadt in einem Stadtrundganges. Diesen Part übernimmt Sebastian Fehnl aus Erfurt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge der Mitgestalter des Projektes ist.

Die regionale Verbindung zum übergeordneten Thema Demokratiebildung und Geschichtswissen wird dadurch hergestellt. Die Schülergruppen tauschen nach einer Pause jeweils die Workshops. Inhaltlich vor- und nachbereitet wird der Projekttag im Unterricht jeweils von der besuchenden Schule selbst.

Das Anne-Frank-Zentrum Berlin hat dafür extra Materialien bereitgestellt. Insgesamt werden ca. 700 Schülerinnen und Schüler teilnehmen aus 17 Schulen des unseres Landkreises. Nach dem Projektzeitraum wird es eine Auswertungsveranstaltung für die
Peer Guides geben, die das Anne-Frank-Zentrum Berlin leitet, auf der die Schüler  auch
besondere Anerkennung für ihr Engagement erfahren werden.

Bis zum 9.12.2021 steht die Ausstellung natürlich auch privaten Besuchern offen. Auf
Wunsch führen die jugendlichen Peer Guides weitere Besuchergruppen am Wochenende.

Bei Interesse melden Sie sich bitte im Museum in Heilbad Heiligenstadt.