Ambulanter Palliativdienst zieht nach Reifenstein

Teamfoto Emmaus Palliativ- und Hospiznetzwerk. Foto: Studio 1

Reifenstein/Worbis. Das Eichsfeld Klinikum rüstet auf: Am Standort Reifenstein ist geplant, ein neues Zentrum für Palliativmedizin aufzubauen. Seit dem Umzug der Palliativstation von Worbis nach Reifenstein Anfang März stehen nunmehr neun Plätze im Neubau zur Betreuung von schwerstkranken Patienten und deren An- sowie Zugehöriger zur Verfügung, diese sind bis auf 20 erweiterbar, heißt es in einer Pressemitteilung des Eichsfeld Klinikums.
Zusätzlich wird der ambulante Palliativdienst Emmaus SAPV ebenfalls im Juni räumlich an den Standort Reifenstein verlagert. Ergänzt werden diese Leistungen durch den hausinternen Sozialdienst, die Krankenhausseelsorge und die Onkologie. Zusammen mit dem Beratungszentrum CPE wird sichergestellt, dass Patienten und Angehörige sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich direkten Kontakt zu den vollumfänglichen Betreuungs- und Versorgungsleistungen haben. Eine Beratung ist jederzeit möglich.

Dieses erstmalig vollumfängliche Behandlungsangebot aus stationärer und ambulanter Versorgung macht das neue Zentrum in seiner Art einzigartig für die Region, so das Eichsfeld Klinikum. Der Bereich der ambulanten Erwachsenen-, Kinder- und Jugendhospizarbeit findet wie gewohnt weiter mit vier Koordinatorinnen an den Standorten Haus Emmaus Worbis und Haus Emmaus Mühlhausen statt und soll
zukünftig weiter ausgebaut werden.

Für den Ausbau ist der CPE auf der Suche nach Ehrenamtlichen, die neben
der Sterbebegleitung auch Einsätze zur Trauer-, Familien- oder Kinderbegleitung übernehmen können. Reden, Trost spenden, einfach da sein – das pflegerische und medizinische Angebot wird durch die unerlässliche Arbeit der Freiwilligen ergänzt.

Eine Informationsveranstaltung für Interessierte zur Qualifizierung im Ehrenamt wird am
15.06. um 17:00 Uhr im Lehrsaal des Eichsfeld Klinikums in Reifenstein angeboten. Um Anmeldung wird unter 036074 63-9410 gebeten. Zusätzlich zu den bisherigen Angeboten wird die Gründung eines ambulanten Palliativteams vorangetrieben, welches sich auf den Bereich von Kindern und Jugendlichen spezialisiert.

Unter Trägerschaft und in enger Zusammenarbeit mit der Caritas entsteht in Heiligenstadt derzeit ein stationäres Hospiz, mit dem nach der Eröffnung 2023 eine Kooperation geplant ist. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist es, die ganzheitliche Betreuung von Patienten und Angehörigen in einer der schwierigsten Lebensphasen
sicherzustellen.

Der Name Emmaus ist bewusst gewählt und steht dabei für eine bekannte Bibelgeschichte. Zwei Jünger machen sich nach dem Tod Jesu traurig und verzweifelt auf den Weg nach Emmaus und treffen dabei auf einen Fremden, der Sie auf dem Weg begleitet, ihnen Trost spendet und sie aufbaut (der wiederauferstandene Jesus Christus, den sie zunächst nicht erkennen). Nach diesem Vorbild versteht sich das Emmaus Hospiz- und Palliativnetzwerk als Begleiter, Helfer und Mutmacher an allen Stationen dieses schwierigen Weges.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.