Landkreis Eichsfeld. Die geplante Streichung des Schulschwimmens an den weiterführenden Schulen ist aus Sicht der Fraktion LINKE-SPD im Kreistag Eichsfeld eine folgenschwere Fehlentscheidung.


Angesichts der wiederholten Warnungen von Rettungsverbänden über die sinkende Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen sendet diese Maßnahme das völlig falsche Signal.


„Schwimmen ist keine Freizeitbeschäftigung für wenige, sondern eine grundlegende Fähigkeit, die Leben retten kann. Es darf nicht davon abhängen, ob Eltern sich private Schwimmkurse leisten können“, erklärt Nick Künemund von der Fraktion LINKE-SPD.

Die Entscheidung reiht sich nach Auffassung der Fraktion in eine Reihe von Kürzungen ein, die insbesondere Familien mit Kindern belasten. Bereits steigende Hortgebühren, höhere Kosten für das Schulessen sowie die Reduzierung von Unterstützungsleistungen für Familien hätten die finanzielle Situation vieler Haushalte verschärft.


„Gerade junge Familien stehen vor immer größeren Herausforderungen. Wer ausgerechnet bei Bildung, Teilhabe und der Sicherheit von Kindern spart, setzt die falschen Prioritäten.


Diese Politik ist sozial unausgewogen und steht im Widerspruch zu dem Anspruch, Familien zu unterstützen und Chancengleichheit zu gewährleisten“, so Künemund weiter.

Die Fraktion LINKE-SPD fordert, die Entscheidung zu überdenken und das Schulschwimmen an den weiterführenden Schulen zu erhalten. Die Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen müsse als wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge und Bildungspolitik verstanden werden und dürfe nicht Sparzwängen zum Opfer fallen.

Fraktion LINKE-SPD im Kreistag Eichsfeld