Viel geschafft im Bärenpark

Heute ist der zweite Tag der diesjährigen Herbstaktion, wo vieles im Alternativen Bärenpark noch vor dem Winter hergerichtet werden soll. Gestern waren bereits im Bärenpark 50 Männer, Frauen und auch Jugendliche und Kinder, die mit anpacken wollten. Und Bärenpark-Chefin Sabrina Schröder hatte eine ganze Liste aufgestellt, was repariert oder erneuert werden sollte. Große Hilfe hatte das Bärenparkteam dabei auch vom Rotary Club  Obereichsfeld Heilbad Heiligenstadt. Die Bären ließen sich nicht stören.

Das Bohren und Hämmern machte den Bären und Wölfen nichts, obwohl sie schon ein bisschen neugierig waren, was in ihrer Umgebung so alles passiert. Und das war eine ganze Menge. Das größte Projekt gestern und heute ist unter dem Besucher- und Infozentrum eine Sitzmöglichkeit zu schaffen. Dafür wurde Technik gebraucht, die die beiden Rotarier Ottmar Ernst und  Ernst Bode zur Verfügung stellten.

Sabrina Schröder hatte zu Beginn alle in Gruppen eingeteilt und den ganzen Tag dafür gesorgt, dass kein Material fehlt, alles an seinen Platz kommt und jeder weiß, wo er mit anpacken kann. Beispielsweise bei der Erneuerung des Iglos und des „Eisbären“, beim Schaftstall, Spielplatz. Handläufe wurden erneuert, Zaunteile ersetzt, eine neues Dach fürs Märchenhäuschen angebracht, es wurde einiges gestrichen, wie der Zirkuswagen und noch kleinere anfallende Arbeiten erledigt.  Die Leiterin des Bärenparkes verwies aber deutlich auf die herrschenden, coronabedingten Hygienevorschriften, die alle einhalten sollten.

Jeder Gruppe stand auch ein Fachmann zur Seite, wie beim Dach des Märchenhäuschens mit dem Rotarier und Dachdeckermeister Thomas Müller. Die anderen Rotarier verteilten sich an den verschiedenen Punkten und brachten sich so in die Herbstaktion ein, die eigentlich schon im Frühjahr stattfinden sollte, aber durch Corona verlegt werden musste.

Den weitesten Weg zum Helfen hatte wohl Thomas Schönbier zurückgelegt. Er war aus Paderborn angereist. Seit anderthalb Jahren pflegt er den Kontakt zum Worbiser Bärenpark, ist Pate für Bärin Doro. Erstmals gehört hatte er von dem Worbiser Tierschutzprojekt im Projekt im Schwarzwald. Das Worbis näher lag, kam er dann hierher für einen Besuch. Thomas Schönbier war sehr beeindruckt und hatte auch noch zu seinem Geburtstag am 18. Juli miterlebt, dass Doro aus der Quarantäne ins Freie entlassen werden konnte. Was lag da nicht näher, als auch Pate zu werden. Statt Geburtstagsgeschenke gibt es bei ihm jetzt nur noch Spenden für den Bärenpark. Es war klar für ihn, dass er mit Werkzeug ausgerüstet auch am Arbeitseinsatz teilnimmt.

Für die Präsidentin des Rotary Clubs, Heidrun Svoboda aus Worbis, ist ganz klar, Rotarier bringen sich nicht nur in soziale Projekte ein, sondern helfen auch beim Tierschutz. Bei einer Verschnaufspause trafen wir sie im Besucherzentrum. Heidrun Svoboda würde es sehr gefallen, wenn der Alternative Bärenpark in Worbis im Landkreis Eichsfeld noch mehr Beachtung finden würde. Es  könnten auch noch mehr Schulklassen Wissenwertes über Bären und Wölfe erfahren. Vor einigen Wochen hatten der Rotary Club vom Obereichsfeld und der Rotary Club aus Duderstadt den Bärenpark besucht und sich informieren lassen. Auch vom Duderstädter Club wollten Mitglieder den Arbeitseinsatz unterstützen.

Das Wetter zeigte sich nach anfänglichem Regen dann doch von seiner guten Seite, so dass heute, zum zweiten Tag des Arbeitseinsatzes, noch gut geschafft werden kann. Allen anderen sei gesagt, dass der Bärenpark für Besucher trotzdem heute geöffnet hat.

Text und Fotos: Ilka Kühn