Thüringen. Der September 2026 geht in Thüringen als deutlich zu warmer, zu trockener und zugleich sehr sonniger Monat in die Wetterbilanz ein. Das geht aus der vorläufigen Auswertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor.

Die Mitteltemperatur lag im Freistaat bei 15,2 Grad Celsius. Damit war der September 2,4 Grad wärmer als das langjährige Mittel von 12,8 Grad aus dem Referenzzeitraum 1961 bis 1990.

Den höchsten Temperaturwert in Thüringen registrierte der DWD am 8. September in Jena. Dort stieg das Thermometer auf 30,4 Grad. Nach einer deutlich kühleren Phase im letzten Monatsdrittel meldete sich der Spätsommer zum Monatsende noch einmal eindrucksvoll zurück. Der DWD bezeichnet diese Schlusswärme für die Jahreszeit als außergewöhnlich.

Gleichzeitig fiel deutlich weniger Regen als üblich. Im Thüringer Flächenmittel kamen im September rund 37 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zusammen. Das entspricht lediglich 73 Prozent des langjährigen Durchschnitts von 51 Litern.

Besonders reichlich zeigte sich dagegen die Sonne. Rund 191 Sonnenstunden wurden für Thüringen berechnet. Der langjährige Mittelwert liegt bei 143 Stunden. Damit schien die Sonne im September etwa 32 Prozent länger als üblich.

Auch bundesweit war der September ungewöhnlich warm. Nach vorläufigen Angaben des DWD zählt der Monat mit einer Mitteltemperatur von 15,9 Grad zu den zehn wärmsten Septembermonaten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

Die Angaben des Deutschen Wetterdienstes sind noch vorläufig. Insbesondere die Werte für Niederschlag und Sonnenscheindauer können sich durch Nachmeldungen und Qualitätsprüfungen noch geringfügig verändern.