Statement vom Bischof zum Neubau der Bergschule


Am Freitag vergangener Woche wurde vom Bistum Erfurt offiziell in einer Pressekonferenz (am gleichen Tag auch dem Kollegium der Bergschule und den Elternvertretern) bekannt gegeben, wo der künftige Standort der neuen Bergschule sein wird. Bischof Dr. Ulrich Neymeyr hat dort ein Statement abgegeben, dass wir hier im Wortlaut veröffentlichen:…

Der Umzug einer Schule ist immer eine große Herausforderung. Erst recht, wenn dieser Umzug über eine Distanz von 20 km stattfindet. Ich hoffe trotzdem sehr, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern, aber auch die Lehrerinnen und Lehrer und die ganze Schulgemeinschaft zu diesem Umzug bereit ist, um eine wirklich moderne, auf die Zukunft ausgerichtete Schule zu beziehen und dort die bewährte und von vielen geschätzte Pädagogik der Bergschule erleben zu können.

„Vor einem Jahr habe ich Ihnen mitgeteilt, dass das Bistum Erfurt den Neubau der Bergschule St. Elisabeth plant, da die seitherigen Gebäude stark sanierungsbedürftig sind und für ein modernes Schulkonzept nicht genügend Raum bieten. Ich bin den diözesanen Gremien dankbar, dass sie an diesem Neubauvorhaben festhalten, obwohl die Baupreise steigen und die Kirchensteuerreinnahmen voraussichtlich rückläufig sein werden. Dennoch ist es gut und sinnvoll, das Geld des Bistums Erfurt in einen Schulneubau zu investieren, also in die Bildung junger Menschen. Wir wollen keine Missionseinrichtung bauen, sondern eine christliche Schule, die das christliche Menschenbild und die daraus resultierenden Werte den jungen Menschen vermittelt, und sie so zu selbstbestimmten Menschen mit sozialem Verantwortungsbewusstsein erziehen.


Vor einem Jahr hatten wir selbstverständlich geplant, den Neubau der Schule in Heiligenstadt zu errichten. Mittlerweile hat sich geklärt, dass das Grundstück, das uns dafür vorgeschlagen wurde, für das Neubauvorhaben nicht zur Verfügung steht. Darüber hat mich der Bürgermeister von Heiligenstadt mit Schreiben vom 7. März 2022 informiert. Die vorgeschlagenen Alternativen haben wir geprüft und festgestellt, dass sie nicht den Platz bieten für eine Schule, die modernen und zukunftsfähigen pädagogischen Ansprüchen genügt. Eine Schule mit ungenügendem Raumangebot haben wir bereits in der jetzigen Bergschule St. Elisabeth. Wenn das Bistum Erfurt für den Neubau ca. 40 Mio. Euro investiert, dann soll es keine Kompromisse geben bei der Umsetzung eines modernen, pädagogischen Schulkonzepts.


Ich bin der Stadt Leinefelde-Worbis dankbar, dass sie dem Bistum ein Grundstück in Leinfelde angeboten hat, das hervorragend für den Neubau einer Schule geeignet ist, allerdings den Nachteil hat, dass es eben nicht in Heiligenstadt ist. Der Umzug einer Schule ist immer eine große Herausforderung. Erst recht, wenn dieser Umzug über eine Distanz von 20 km stattfindet. Ich hoffe trotzdem sehr, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern, aber auch die Lehrerinnen und Lehrer und die ganze Schulgemeinschaft zu diesem Umzug bereit ist, um eine wirklich moderne, auf die Zukunft ausgerichtete Schule zu beziehen und dort die bewährte und von vielen geschätzte Pädagogik der Bergschule erleben zu können.

Leinefelde liegt zentral im Eichsfeld und ich bin zuversichtlich, dass sich die Schule auch an einem neuen Standort zu einem katholischen Schulzentrum im Herzen des Eichsfelds entwickeln wird, zu einer Investition des Bistums Erfurt in die Zukunft des katholischen Eichsfelds.“

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