Symbolbild

Erfurt. Mit dem Beginn der Sommerferien in mehreren Bundesländern müssen sich Autofahrerinnen und Autofahrer im Juli auf volle Autobahnen, zähfließenden Verkehr und längere Reisezeiten einstellen. Die Autobahn GmbH rechnet vor allem an den kommenden Wochenenden mit einer deutlich stärkeren Belastung auf den großen Fernverkehrsrouten.

Bereits an diesem Wochenende setzt die erste größere Reisewelle ein. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen starten am Freitag in die Sommerferien. Damit dürfte der Reiseverkehr auf den Autobahnen spürbar zunehmen. Weitere Ferienstarts folgen in Berlin, Brandenburg und Hamburg am 9. Juli sowie in Mecklenburg-Vorpommern am 13. Juli.

Besonders dicht dürfte es nach Einschätzung der Verkehrsexperten am Freitag, 10. Juli, und Samstag, 11. Juli, werden. Dann befinden sich bereits mehrere Bundesländer gleichzeitig in den Sommerferien, darunter Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Eine zweite starke Reisewelle erwartet die Autobahn GmbH am darauffolgenden Wochenende. Mit dem Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen am 20. Juli dürfte das Stauaufkommen noch einmal deutlich steigen. Besonders betroffen sein werden voraussichtlich Freitag, 17. Juli, und Samstag, 18. Juli. Zusätzlichen Verkehr erwartet die Autobahn GmbH durch den Ferienstart in den Niederlanden. Dort beginnen die Ferien in der Region Süd am 11. Juli, in der Region Mitte am 18. Juli.

Stark belastet sein werden nach Angaben der Autobahn GmbH vor allem die großen Fernverkehrsrouten sowie die Verbindungen in Richtung Alpen und Küste. Da zugleich vielerorts gebaut wird, bittet die Autobahn GmbH darum, bei stockendem Verkehr auf der Autobahn zu bleiben. Umfahrungen, wie sie Navigations-Apps häufig vorschlagen, könnten das nachgeordnete Straßennetz zusätzlich überlasten und den Stau am Ende sogar vergrößern. Ableitungen würden in der Regel nur bei Vollsperrungen und durch die Polizei eingerichtet, etwa bei Rettungsarbeiten.

Zur besseren Orientierung hat die Autobahn GmbH eine Staurisikokarte für den Zeitraum vom 6. bis 19. Juli erstellt. Sie zeigt staugefährdete Baustellenabschnitte auf wichtigen Ferienrouten und soll Reisenden bei der Planung helfen.

Auch in Thüringen gibt es mehrere laufende Baustellen auf Autobahnen, die sich auf den Verkehr auswirken können. Auf der A9 ist zwischen den Anschlussstellen Hermsdorf-Süd und Lederhose wegen Erneuerungsarbeiten an der Deckschicht der Tautendorfer Brücke die Richtungsfahrbahn Berlin gesperrt. Der Verkehr läuft dort zweistreifig auf der Richtungsfahrbahn München.

Auf der A71 wird zwischen den Anschlussstellen Artern und Heldrungen an der Richtungsfahrbahn Sangerhausen sowie an Bauwerken gearbeitet. Der Verkehr wird einstreifig je Richtung auf der Richtungsfahrbahn Schweinfurt geführt. Die Anschlussstelle Artern in Fahrtrichtung Sangerhausen sowie die PWC-Anlagen „Hohe Schrecke“ in beide Fahrtrichtungen sind gesperrt.

Im Tunnel Eichelberg bei Meiningen stehen bereits wieder beide Röhren mit jeweils einem Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung. Nach Abschluss der Restarbeiten soll der Tunnel voraussichtlich ab Mitte Juli in Fahrtrichtung Sangerhausen und Ende Juli in Fahrtrichtung Schweinfurt wieder vollständig nutzbar sein.

Einschränkungen gibt es außerdem am Tunnel Schmücke nördlich von Sömmerda. Dort wird derzeit die Röhre der Richtungsfahrbahn Sangerhausen saniert. Der Verkehr läuft in beide Fahrtrichtungen einstreifig durch die Röhre der Richtungsfahrbahn Schweinfurt.

Zwischen den Anschlussstellen Kölleda und Sömmerda-Ost finden auf der A71 ebenfalls Instandsetzungsarbeiten statt. Der Verkehr wird dort in einer sogenannten 2+0-Verkehrsführung über die Richtungsfahrbahn Sangerhausen geleitet und verläuft jeweils einstreifig.

Auf der A38 kommt es zwischen der Anschlussstelle Großwechsungen und der PWC-Anlage „Kesselberg“ wegen Brückenarbeiten zu Einschränkungen. Der Verkehr wird dort jeweils einstreifig auf beiden Richtungsfahrbahnen über den Standstreifen geführt.

Die Autobahn GmbH empfiehlt Reisenden, mehr Zeit einzuplanen, möglichst nicht zu den Hauptreisezeiten zu starten und sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren.