Nach 22 Jahren nun Urkunde überreicht

Enthüllung des Gedenksteines
Foto: Ilka Kühn

Kirchohmfeld feiert gern – warum auch nicht. Hat der Leinefelde-Worbiser Ortsteil doch einiges vorzuweisen.

Und jetzt ist Kirchohmfeld, als eine der wenigen Orte des Landkreises, sogar mit dem Flurbereinigungsverfahren fertig.

Vor ein paar Tagen wurde das entsprechend der jetzigen Bedingungen “gefeiert”. (Der Beitrag enthält ein Video).

Wenn Corona nicht wäre, dann hätte es in Kirchohmfeld zusammen mit dem Erntedankfest sicher wieder eine tolle Feier gegeben. Aber so fand die Würdigung in anderer, aber ansprechender Form statt. Auf dem Dorfanger gleich neben dem Teich war die Stadtbühne aufgebaut worden, ein paar überdachte Sitzplätze boten Schutz vor dem zu Beginn immer mal wieder auftretenden kleinen Regenschauern. Gäste waren auch da – allen voran die Thüringer Staatssekretärin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Susanna Karawanskij und der Präsident vom Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation, Uwe Köhler. Er konnte Vertreter von Behörden, Einrichtungen, Unternehmen, der Verwaltung und natürlich auch Landrat Dr. Werner Henning begrüßen.

Nicht jeder weiß mit den Begriffen Flurneuordnung oder Flurbereinigung etwas anzufangen. Den Mädchen und Jungen vom Kindergarten, die die Gäste musikalisch begrüßten, erklärte es Marcel Weidner auf ganz einfache Weise: es sei so, als ob jemand das Kinderzimmer aufräume und alles dorthin abstellt, wo es hingehört.

Von den Rednern hörte man dann, wie langwierig und problemgeladen solche Flurbereinigungsverfahren sein können. In Kirchohmfeld hat es 22 Jahre gedauert. Im Detail äußerte sich dazu Werner Genzel, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft. In den einzelnen Grußworten wurde den Beteiligten gedankt und es wurde immer wieder betont, wie wichtig doch ein solches Flurbereinigungsverfahren ist.

Eckart Lintzel kennt das Verfahren von Beginn an, er war damals Bürgermeister von Worbis, wozu auch Kirchohmfeld gehörte. Wo hat man so etwas noch, dass eine Sache, die mit den ersten Gedanken 1994 begann, jetzt einen so würdigen Abschluss findet, sagte er.

Im Anschluss an die Grußworte gingen die Teilnehmer an den neuen Gedenkstein beim Teich und enthüllten die Inschrift. Dirk Moll enthüllte noch eine Infotafel der Stadt. Zum Schluss wurden von der Stadt noch Gastgeschenke überreicht und Kirchohmfeld zeigte sich in bewährter Weise als ausgezeichneter Gastgeber. Renate Thüngerthal, Bürgermeisterin von Kirchohmfeld, konnte an diesem Termin wegen eines Krankenhausaufenthaltes nicht teilnehmen. Alle guten Wünschen wurden ihr aber von vielen an diesem Tag ausgesprochen.

Wir möchten uns den Genesungswünschen an dieser Stelle anschließen. Alles Gute!
Fotos, Video und Text: Ilka Kühn