Leinefelde. Die Urania Bildungsgesellschaft Eichsfeld hatte am Montag besonderen Besuch: Zum ersten Mal war Landrätin Dr. Marion Frant Gast dieser beliebten Veranstaltungsreihe. Damit setzt sie die Tradition ihres Vorgängers Dr. Werner Henning fort, der regelmäßig das Gespräch mit den Bürgern suchte.

Dr. Marion Frant nutzte den Abend, um sich den Gästen vorzustellen und Einblicke in ihre Biografie zu geben. Viele Zuhörer erfuhren dabei Neues und Wissenswertes über die Landrätin, die sich als sehr nahbar und sympathisch präsentierte. Ihre Art, Informationen klar und verständlich zu vermitteln, sorgte für einen kurzweiligen Abend.
Im zweiten Teil stand der Dialog mit den Bürgern im Mittelpunkt. Die Besucher nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen – und davon machten sie reichlich Gebrauch. Besonders intensiv wurde über die Zukunft des Krankenhauses diskutiert. Ein weiteres großes Thema war die Ausweisung von Flächen für Windparks. Eine Familie aus Niederorschel schilderte eindrucksvoll, wie durch geplante Windräder in unmittelbarer Nähe ihres Hofes die eigene Existenz bedroht sei. Viele Anwesende zeigten Unverständnis darüber, dass rechtlich kaum Möglichkeiten bestehen, sich gegen solche Vorhaben zu wehren.
Urania-Vorsitzender Dr. Karl-Josef Löffelholz begrüßte die Landrätin zu Beginn herzlich und dankte ihr am Ende für die offenen Worte und die angeregte Diskussion. Mit der Reihe, in der prominente Persönlichkeiten aus dem Eichsfeld vorgestellt werden, bietet die Urania den Bürgern die Möglichkeit zu direktem Austausch. Daneben organisiert die Bildungsgesellschaft wöchentlich zwei Vorträge zu wissenschaftlichen Themen und trägt so wesentlich zum geistigen Leben in der Region bei.
Am kommenden Freitag beispielsweise geht es um 19 Uhr in der Kunerststraße bei der Urania um die Archivierung von Kirchenbüchern.
Ilka Kühn
