Nach Preisvergabe: Glückliche Gesichter beim Preisgericht des Planungswettbewerbs zur Landesgartenschau 2030 in Duderstadt. Foto:Thomas Wille.

Duderstadt. Das Preisgericht hat über die Ergebnisse des Planungswettbewerbs zur Landesgartenschau 2030 in Duderstadt entschieden. Nach zweitägigen Beratungen am 15. und 16. September vergab die Jury den ersten Preis an das Büro Planorama Landschaftsarchitektur aus Berlin.

Den zweiten Preis erhielt das Büro hutterreimann Landschaftsarchitektur, den dritten Preis das Büro Franz Reschke Landschaftsarchitektur (beide ebenfalls Berlin). Darüber hinaus würdigte das Preisgericht die Arbeiten der Büros OTTL.LA Landschaftsarchitekten aus München, A24 Landschaftsarchitekten aus Berlin sowie geskes.hack Landschaftsarchitekten aus Berlin mit jeweils einer Anerkennung.

Insgesamt hatten 23 Planungsbüros ihre Arbeiten eingereicht. Die Entwürfe zeigen unterschiedliche Lösungen für die künftige Gestaltung des Stadtparks, der historischen Wallanlage und der angrenzenden Bereiche. Vor der Sitzung hatte das betreuende Büro weihrauch + fischer alle Arbeiten geprüft. Die Entwürfe wurden dem Preisgericht ohne Nennung der jeweiligen Verfasserinnen und Verfasser vorgelegt.

„Die 23 Arbeiten zeigen, welches Potenzial in Duderstadt und in der Landesgartenschau 2030 steckt“, betont Bürgermeister Thorsten Feike. „Der Siegerentwurf verbindet unsere historische Stadt mit neuen Ideen für Aufenthaltsqualitäten, Spiel- und Freizeitangeboten und nicht zuletzt auch für Klimaanpassungsmaßnahmen. Er gibt uns eine starke Grundlage, um die Planungen gemeinsam weiterzuführen und Duderstadt nachhaltig zu entwickeln.“

Das Preisgericht bestand aus externen Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichtern sowie Mitgliedern aus Politik und Verwaltung. Sachverständige Beraterinnen und Berater begleiteten die Diskussionen. 

Die Jury bewertete zunächst, ob die im Rahmen der Auslobung formulierten Aufgabenstellungen beantwortet wurden. In den daran anschließenden Wertungsrundgängen wurden unter anderem die Qualität der jeweiligen Gestaltungsideen, der Umgang mit den vorhandenen prägenden Freiraum- und Gehölzstrukturen sowie die Vernetzung der unterschiedlichen Teilräume intensiv, zum Teil auch kontrovers diskutiert.

Die Entscheidung des Preisgerichts bildet die Grundlage für das weitere Verfahren. Der Siegerentwurf liefert erste Teile der Vorentwurfsplanung. Er stellt noch keine abschließende Planung für die Landesgartenschau 2030 dar. Vielmehr wird das vorliegende Konzept in den kommenden Monaten weiterentwickelt und auf seine technische, finanzielle und rechtliche Umsetzbarkeit geprüft. Die weitere Planung erfolgt in enger Abstimmung mit der Stadt und auf Grundlage der erforderlichen Ratsbeschlüsse. Die endgültige Planung soll im Jahr 2027 feststehen.

„Mit der Entscheidung endet der Wettbewerb, aber die konkrete Planung beginnt jetzt erst“, erklärt Feike. „Die Bürgerinnen und Bürger sollen den ausgezeichneten Entwurf und die weiteren Arbeiten kennenlernen. Deshalb wird die Stadt die Ergebnisse öffentlich vorstellen und mit allen Interessierten ins Gespräch kommen.“

Der Siegerentwurf wird im Rahmen der anstehenden Ratssitzung am 5. Oktober um 17.00 Uhr im Bürgersaal des Historischen Rathauses durch das Büro Planorama öffentlich vorgestellt. Die Wettbewerbsbeiträge der weiteren Preisträger werden während des Apfel- und Birnenmarkt am 10. und 11. Oktober in den Räumlichkeiten der Stadtwerkstatt, Marktstraße 36, ausgestellt.