König: „2G plus gefährdet die Existenz unserer Gastronomen…“

Der Eichsfelder Landtagsabgeordnete Thadäus König warnt vor den Folgen der 2G plus-Regel in der Gastronomie. „Die geplante Einführung von 2G plus in der Gastronomie gefährdet die Existenz unserer Restaurants und Gaststätten im Eichsfeld.“ 

Trotz erprobter Hygienekonzepte in der Gastronomie sollen mit Verabschiedung der neuen Corona-Verordnung, die voraussichtlich zum 24. Januar in Kraft treten soll, selbst doppelt geimpfte oder genesende Gäste einen negativen Test nachweisen, bevor sie auswärts Essen gehen dürfen. „Das wird das ohnehin schon reduzierte Gästeaufkommen, u.a. durch die Sperrstunde um 22.00 Uhr, weiter ausdünnen. Miete, Strom und Personalkosten laufen für die Inhaber jedoch unvermindert weiter“, so König. „Außerdem stehen oftmals keine ausreichenden Testkapazitäten vor Ort zur Verfügung. Die neue Regelung ist für die Gastronomie maximal existenzbedrohend.“

„Ich fordere die Thüringer Landesregierung dazu auf, dem Beispiel von Reiner Haseloff in Sachsen-Anhalt und Markus Söder in Bayern zu folgen, und die 2G plus-Regel für die Gastronomie nicht einzuführen“, so König weiter. Wie die Länder Sachsen-Anhalt und Bayern zurecht in ihrer Protokollnotiz zum Beschluss der Ministerpräsidenten-Konferenz festgehalten hätten, gebe es derzeit keine belastbaren wissenschaftlichen Daten, die 2G plus in Gaststätten rechtfertigen.

In diesem Zusammenhang kritisierte der Unionsabgeordnete, dass Personen schon am Tag der dritten Impfung die gastronomischen Betriebe ohne Tests betreten dürfen. „Das ist also ein Zeitpunkt, an dem die Auffrischungsimpfung noch gar nicht wirken kann.“ Der Verdacht läge nahe, dass die Entscheidung für 2G plus in der Gastronomie nicht auf wissenschaftlichen, sondern auf rein pädagogischen Überlegungen beruht, so der Landtagsabgeordnete.

„Die Grundlage politischer Entscheidungen sollte jedoch in gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, und nicht im politischen Willen von Bundes- und Landesregierungen liegen. Und vor allem dürfen darunter nicht unsere Gastronomen, deren Beschäftigte und ihre Gäste leiden.“, erklärt Thadäus König.

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