Helmsdorf. Die historische Unstrutbrücke in Helmsdorf ist saniert und wieder für den Verkehr freigegeben. Mit der Einweihung Anfang Oktober 2026 wird ein wichtiges Bauwerk für die Ortschaft der Stadt Dingelstädt und den über die Brücke verlaufenden Unstrutradweg wieder nutzbar.

Foto: Stefanie Strecker 

Die dreibogige Natursteinbrücke aus dem 17. Jahrhundert wurde seit Oktober 2025 grundlegend saniert. Die charakteristischen Natursteinbögen blieben erhalten, während der komplette Überbau erneuert wurde. Dazu gehören eine neue Stahlbetonplatte, neue Kappen und Geländer sowie ein neuer Fahrbahnbelag. Auch Pfeiler, Widerlager und Natursteinmauerwerk wurden saniert. Beleuchtung und Leitungsführungen wurden im Zuge der Arbeiten ebenfalls angepasst.

„Mit der Fertigstellung der Unstrutbrücke ist ein wichtiges Stück Helmsdorfer Geschichte erhalten und gleichzeitig fit für die Zukunft gemacht worden“, so Bürgermeister Andreas Fernkorn (CDU). „Für Anwohner und Radfahrer bedeutet das vor allem wieder eine sichere und gut nutzbare Verbindung“, fügt er hinzu.

Die Sanierung war aufgrund des baulichen Zustands der Brücke erforderlich. Wir erinnern uns: Bei der Bauwerksprüfung im April 2024 wurde die Zustandsnote 3,4 festgestellt. Schäden am Natursteinmauerwerk, Risse, Unterspülungen sowie Verformungen durch Baumwurzeln – die Brücke befand sich in einem nicht mehr ausreichenden Zustand.

Mit der Sanierung wurden insbesondere die Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit des Bauwerks verbessert. Die neue Fahrbahn ist vier Meter breit. Beidseitig schließen sich jeweils 0,75 Meter breite Kappen an.

Die Arbeiten waren insbesondere im Bereich der Unstrut technisch anspruchsvoll, heißt es vom Bauamt der Stadt Dingelstädt. Während der Bauphase musste der Abfluss des Gewässers möglichst uneingeschränkt gewährleistet werden. Für die Dauer der Arbeiten war die Brücke vollständig für Kraftfahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger gesperrt.

Die Sanierung war Anlass, um auch das Umfeld weiterzuentwickeln: 20 einheimische Laubbäume werden hier noch gepflanzt, zudem wurde ein Rastplatz für Radfahrer geschaffen. Damit soll künftig eine zusätzliche Möglichkeit zum Verweilen am Unstrutradweg entstehen. Die künftig dort stehende Waldschänke wird von der Ortschaft Helmsdorf finanziert.

Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf ca. 680.000 Euro – wovon etwa 425.000 Euro im Rahmen der Dorfentwicklung über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) gefördert werden.

Foto: Stefanie Strecker

Die Einweihung wurde vom Männerchor aus Helmsdorf musikalisch begleitet. Pfarrer Roland Genau weihte die sanierte Unstrutbrücke offiziell ein.