Hilferuf von Ärzten

Die Lage in der Ukraine spitzt sich immer mehr zu, dementsprechend ist die Situation in den Grenzdörfern zu Polen. Inzwischen müssen die Menschen, die sich in Sicherheit bringen wollen – es sind meist Frauen und Kinder – 60 Stunden warten, bis sie die Grenze passieren können. Es ist kalt, die Menschen kommen unterkühlt an. Das Unternehmen Garant Personalservice in Leinefelde hat einen Hilferuf von Ärzten vor Ort erhalten.

Durch Patrycja Paslawska, sie arbeitet bei Garant, hat die Firma von der Situation in dem polnischen Grenzdorf erfahren. Ihre Eltern leben dort. Und so kam auch die Verbindung zu polnischen Ärzten. Garant-Niederlassungsleiter Christian Wichmann erfuhr, dass jetzt dort vor allem Decken, gern auch Schlafsäcke, gebraucht werden, da Kinder total unterkühlt dort ankommen. Auch Babynahrung fehlt, ganz gleich für welches Alter. Dazu kommen Hygieneartikel (u.a. auch Zahnpasta beispielsweise). Kleidung gäbe es inzwischen reichlich.

Die Sachen können heute bis kurz vor 17 Uhr zum Unternehmen Garant (im Herfag-Gebäude) in der Lutherstraße 23 abgegeben werden. Um 17 Uhr setzen sich mehrere Transporter von Partnerfirmen in Bewegung nach Polen.

Durch Patricia Paslawska hat auch Barmer-Chef Holger Burchardt in Leinefelde erfahren. Er hatte gestern bereits einen Aufruf in seinem Netzwerk gestartet. Es ist schön zu sehen, wie Eichsfelder Unternehmen gemeinsam und vor allem unbürokratisch helfen.

Ilka Kühn

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