
Dingelstädt. Aus einer Befragung unter Jugendlichen ist für fünf Schüler des St. Josef Gymnasiums Dingelstädt ein ganz praktisches Projekt entstanden. Im Rahmen ihrer noch laufenden Seminarfacharbeit organisierten sie einen Hockey-Projekttag in der Grundschulturnhalle.
Rund 20 Kinder und Jugendliche kamen, um die Sportart kennenzulernen und selbst auszuprobieren.
Jolina Schollmeyer, Jonathan Schade, Jan Klaus, Levin Sander und Julien Hübenthal beschäftigen sich in ihrer Seminarfacharbeit mit der Frage, wie zufrieden Jugendliche mit den Freizeit- und Sportangeboten in Dingelstädt sind. Bei ihrer Befragung wurde deutlich, dass sich viele junge Menschen zusätzliche Sport- und Freizeitmöglichkeiten wünschen.
Die fünf Schüler wollten es jedoch nicht bei der theoretischen Beschäftigung mit dem Thema belassen. Mit dem Projekttag erprobten sie ganz praktisch, wie ein zusätzliches Sportangebot angenommen wird. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und Beobachtungen sollen nun inhaltlich in ihre Seminarfacharbeit einfließen.
Zu Beginn des Nachmittags stellten die Gymnasiasten den Teilnehmern ihr Projekt und den Hintergrund ihrer Arbeit vor. Anschließend ging es an die Hockeyschläger.





Extra aus Heilbad Heiligenstadt war eine Trainerin gekommen, um die Sportart vorzustellen und die ersten Übungen anzuleiten. Hockey wird im Eichsfeld bislang nur selten angeboten. Für viele der Kinder und Jugendlichen war es deshalb die erste Gelegenheit, Hallenhockey selbst auszuprobieren.
Sie lernten erste Grundlagen kennen, übten den Umgang mit Schläger und Ball und konnten sich einen Eindruck davon verschaffen, wie viel Bewegung und Tempo in dieser Sportart stecken.
Dass die fünf Gymnasiasten den Nachmittag gründlich vorbereitet hatten, zeigte sich auch abseits des Spielfeldes. Im Vorraum der Turnhalle war ein kleines Buffet aufgebaut. Für Essen und Getränke für die Teilnehmer hatten die Schüler ebenfalls gesorgt.
Dabei war zu spüren, dass es ihnen nicht allein darum geht, eine Seminarfacharbeit fertigzustellen. Die Jugendlichen wollen mit ihrem Projekt auch etwas in Dingelstädt bewegen und zeigen, dass junge Menschen eigene Ideen für ihre Stadt entwickeln und umsetzen können.
Unterstützt und begleitet werden sie dabei von Silvana Trappe von der Stadtverwaltung Dingelstädt, die den Schülern bei ihrem Projekt als Ansprechpartnerin zur Seite steht. Auch von Demokratie Leben wurden die Schüler unterstützt.
Die Seminarfacharbeit selbst ist mit dem Projekttag noch längst nicht abgeschlossen. In den kommenden Monaten werden die fünf Schüler die Befragung, den Projekttag und die dabei gesammelten Erfahrungen auswerten und in ihre Arbeit einarbeiten. Erst danach wird die Seminarfacharbeit fertiggestellt und abgegeben.
Für Jolina, Jonathan, Jan, Levin und Julien bleibt deshalb eine spannende Frage offen: Was lässt sich aus den Ergebnissen ihres Projektes ableiten – und kann aus dem einmaligen Hockeytag vielleicht sogar ein dauerhaftes Angebot für Dingelstädt entstehen?

