Eichsfeld. Ein neues Buch zur Heiligenstädter Schulgeschichte, eine Ausstellung zum Vereinsjubiläum und eine Tagung zur Aufarbeitung der NS-Zeit: Der Verein für Eichsfeldische Heimatkunde (VEH) kündigt für Oktober mehrere Veranstaltungen an. Auch eine Führung durch Schloss Herzberg steht auf dem Programm.
Den Auftakt macht am Dienstag, 6. Oktober, um 19 Uhr die Vorstellung des Sammelbandes „450 Jahre gymnasiale Bildung in Heiligenstadt“ in der Aula des Lingemann-Gymnasiums. Das im Cordier-Verlag erschienene Buch vereint die Vorträge des Jubiläumsjahres. Mathias Degenhardt hält den Festvortrag über die Geschichte des Heiligenstädter Gymnasiums während des Nationalsozialismus. Alle Interessierten sind willkommen. Der Eintritt ist frei, das Buch kann für 25 Euro erworben werden.
Am Donnerstag, 8. Oktober, führt der Blick über das Eichsfeld hinaus: Der Heimatverein „Goldene Mark“ hat eine Besichtigung von Schloss und Museum Herzberg am Harz organisiert, zu der auch VEH-Mitglieder eingeladen sind. Die etwa anderthalbstündige Führung beginnt um 17.30 Uhr. Veranstaltungsort ist Schloss 2 in Herzberg.
Unter dem Motto „Das Eichsfeld-Jahrbuch geht auf Reisen“ wird am Sonntag, 11. Oktober, um 14 Uhr im Eichsfeldmuseum in Heiligenstadt eine Sonderausstellung eröffnet. Anlass sind 35 Jahre seit der Neugründung des VEH. Gemeinsam mit dem Museum hat der Verein 35 Informationstafeln gestaltet, die ausgewählte Beiträge aus seinen Veröffentlichungen vorstellen.
Die Tafeln erzählen von Menschen, Bauwerken, Kunstwerken und Ereignissen. Sie werden im Museum und an verschiedenen historischen Orten der Region gezeigt, darunter in Leinefelde, an der Burg Hanstein und in Etzelsbach. Zur Eröffnung in der Kollegiengasse 10 gehören Führungen, Gespräche und Musik von Frederic Krieter am Saxophon und Klavier. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.
Die jährliche Konferenz der Eichsfelder Ortschronisten und Heimatkundler folgt am Samstag, 24. Oktober, von 9 bis 12 Uhr in der Bildungsstätte des Grenzlandmuseums Eichsfeld in Teistungen, Duderstädter Straße 7–9. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Zeit des Nationalsozialismus vor Ort recherchiert und in Ortschroniken dargestellt werden kann.
Neben einem Vortrag von Mathias Degenhardt gibt es praktische Beispiele aus Steinbach und Struth sowie Hinweise zur Online-Recherche. Die Tagung steht allen Interessierten offen. Für den Buchbasar können Bücher und Broschüren mit Eichsfeldbezug zum Verkauf oder Tausch mitgebracht werden. Anschließend ist eine Führung durch das Grenzlandmuseum möglich.

