CovPass löst elektronischen Thüringer Impfnachweis ab

Der digitale Impfnachweis des Bundes ist ab sofort in Thüringen erhältlich. Der sogenannte CovPass löst zugleich das Pilotprojekt des elektronischen Impfnachweises Thüringens ab. Der neue QR-Code lässt sich in die CovPass-App oder die Corona-Warn-App einpflegen und gilt als EU-weit anerkanntes Zertifikat. Der elektronische Impfnachweis Thüringens, der als „Brückentechnologie“ fungiert, lässt sich nicht in die Apps importieren.
All jene, die bislang den Thüringer Nachweis nutzen, können sich das neue Zertifikat mit dem bisherigen persönlichen Download-Link herunterladen. Wer künftig den vollständigen Impfschutz erhält, bekommt den Link per E-Mail oder SMS zugesandt, sofern man die Option bei der Buchung auswählt.

Wer bereits in den Thüringer Impfstellen oder Impfzentren geimpft wurde und noch keinen elektronischen Nachweis bezogen hat, kann den CovPass unter www.impfen-thueringen.de/impfbescheinigung/ anfordern. Entgegen anderslautender Darstellungen ist eine nachträgliche Ausstellung vor Ort in den Impfstellen oder Impfzentren nicht möglich.

Um den Aufwand für die Arztpraxen möglichst gering zu halten, ist das Ausstellen der Impfzertifikate direkt aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) geplant. Eine entsprechende Ausschreibung der Bundesregierung für ein Software-Update des PVS läuft noch bis Ende Juni. Vorher wird es in den Arztpraxen nicht flächendeckend möglich sein, den CovPass zu erstellen.

Für das am 12. Mai initiierte Thüringer Pilotprojekt zieht Jörg Mertz, Leiter des Pandemiestabs der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, eine positive Bilanz: „Wir freuen uns, dass wir in Thüringen das Entstehen des CovPass insbesondere bei der Verteilung des Zertifikats, unterstützen konnten. Auch künftig werden wir unsere etablierten Verteilungswege für das EU-Impfzertifikat nutzen.“

Vorübergehend weist der Thüringer Impfcheck weiterhin den Impfstatus aus. Rund 180.000 Thüringerinnen und Thüringer haben den elektronischen Impfnachweis heruntergeladen. Den CovPass haben sich in den ersten Stunden bereits mehr als 40.000 Menschen heruntergeladen.

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