Leinefelde. Ein Stromverteilerkasten an der Breitenhölzer Straße wirft Fragen auf. Er steht unmittelbar an einem Parkplatz und direkt am Gehweg – ohne erkennbaren Schutz vor Fahrzeugen. Dass das durchaus zum Problem werden kann, hat sich erst kürzlich gezeigt.

Foto: Anett Reinhold

Nach vorliegenden Informationen war ein Lkw gegen den Stromkasten gefahren. Die Folgen waren erheblich: In zwei größeren Straßen in Leinefelde fiel daraufhin der Strom aus.

Inzwischen steht der Verteilerkasten wieder an seinem Platz. Einen zusätzlichen Anfahrschutz, etwa durch Poller oder einen Schutzbügel, gibt es bislang offenbar nicht. Dabei stellt sich gerade nach einem solchen Vorfall die Frage, ob der Standort ausreichend gesichert ist.

Stromverteilerschränke im öffentlichen Raum müssen grundsätzlich so errichtet und betrieben werden, dass sie vor Beschädigungen geschützt sind. Welche konkreten Anforderungen an diesem Standort gelten und ob ein zusätzlicher Anfahrschutz vorgeschrieben oder zumindest erforderlich ist, hängt allerdings von den örtlichen Gegebenheiten und der technischen Bewertung durch den Netzbetreiber ab.

Für den Stromnetzbetrieb in Leinefelde ist die TEN Thüringer Energienetze zuständig. Deshalb soll dort nachgefragt werden, ob der Standort nach dem Unfall überprüft wurde und ob künftig eine zusätzliche Sicherung vorgesehen ist.

Interessant dürfte vor allem die Antwort auf eine Frage sein: Wenn bereits einmal ein Fahrzeug gegen den Verteilerkasten gefahren ist und dadurch ein größerer Stromausfall ausgelöst wurde – reicht es dann aus, den Kasten anschließend wieder ohne zusätzlichen Schutz an derselben Stelle aufzustellen?

Die Eichsfeldnachrichten haben dazu eine Anfrage vorbereitet. Sobald eine Antwort vorliegt, werden wir berichten.

Ilka Kühn