Erfurter Bischof fordert, an der Bildung von Kindern nicht zu sparen

Am Weltkindertag hat der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr das Recht von Kindern auf Bildung und Erziehung bekräftigt. In einem direkt an Kinder gerichteten Wort sagte Neymeyr: „Ihr habt ein Recht darauf, dass die Gesellschaft eure Eltern bei eurer Bildung und Erziehung unterstützt. Dafür gibt es ausgebildete Fachleute in Kindergärten und Schulen. Das muss sich die Gesellschaft etwas kosten lassen.“

Es könne und dürfe nicht sein, dass in Sonntagsreden von Bildung und Erziehung gesprochen und werktags der Rotstift angesetzt wird. Kinder und Schulen seien nicht nur Orte der Betreuung. Der Bischof äußerte sich in seiner Predigt bei der Erfurter Bistumswallfahrt, die am 20. September, dem Weltkindertag, stattfand. Wegen der Corona-Pandemie musste sich die Wallfahrt auf einen Gottesdienst im Erfurter Dom beschränken, an dem nur Delegationen aus den Pfarreien des Bistums teilnehmen konnten. Ein Livestream ermöglichte, den Gottesdienst im Internet und Fernsehen zu verfolgen. Die Bistumswallfahrt stand unter dem Leitwort: „Die Verbindung halten.“