Beuren. Manchmal erzählen nicht nur Fotos von einem besonderen Tag, sondern auch ein altes Schreiben im Flur. Im Kindergarten St. Josef in Beuren hängt bis heute ein Brief aus dem Jahr 2006, unterschrieben vom damaligen Bürgermeister Gerd Reinhardt und Ortsbürgermeister Hubert Thume.

Darin wird der damals neue Kindergarten als „Arche“ bezeichnet – als ein Ort der Wärme, Geborgenheit und Hoffnung. Genau dieses Gefühl war auch beim Jubiläumsfest zum 20-jährigen Bestehen des Neubaus noch zu spüren.
Mit einem großen Jubiläumsfest ist am 26. April 2026 das 20-jährige Bestehen des Neubaus des katholischen Kindergartens St. Josef gefeiert worden. Viele ehemalige Kindergartenkinder, Eltern, frühere Erzieherinnen und Wegbegleiter waren gekommen, um gemeinsam auf zwei Jahrzehnte Kindergartenleben zurückzublicken.

Bereits zum Gottesdienst um 14 Uhr war die Kirche St. Pankratius bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Kindergartenkinder gestalteten den festlichen Gottesdienst mit einem kleinen Theaterstück und vielen Liedern mit. Überall sah man Familien, Kinder und ehemalige Beurener, die diesen besonderen Tag gemeinsam erleben wollten. Solch eine volle Kirche mit so vielen Kindern dürfte auch für die Gemeinde eher selten geworden sein. Die fröhlichen Kinderstimmen sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre.

Mit diesem Fest blickte der katholische Kindergarten St. Josef auf zwei Jahrzehnte in seinem heutigen Gebäude zurück. Viele ehemalige Kindergartenkinder, Eltern, frühere Erzieherinnen und Wegbegleiter waren gekommen, um gemeinsam Erinnerungen auszutauschen und zu zeigen, wie eng der Kindergarten bis heute mit dem Dorf verbunden ist.

Anschließend wurde direkt im Kindergarten weitergefeiert. Bei Essen, Getränken, Kaffee und vielen Gesprächen kamen ehemalige und heutige Familien miteinander ins Gespräch. Überall wurde gelacht, erzählt und erinnert. Viele schauten gemeinsam in alten Fotoalben, die im Kindergarten auslagen. Dort konnte man die Geschichte des Kindergartens über viele Jahre hinweg noch einmal selbst entdecken.









Für die Kinder gab es kleine Überraschungen und Spielmöglichkeiten. Während die Kleinen spielten, wurden bei den Erwachsenen Erinnerungen wach. Manche Eltern waren früher selbst hier im Kindergarten. Einige kommen inzwischen sogar schon als Oma oder Opa zurück.
Kindergartenleiterin Maria Lubojanski erlebt diese Entwicklung seit vielen Jahren selbst mit. Bereits vor 40 Jahren begann sie ihre Tätigkeit als Erzieherin im Kindergarten St. Josef. Viele Muttis und Vatis kennt sie noch aus ihrer eigenen Kindergartenzeit.
Deutlich spürbar war an diesem Nachmittag vor allem eines: Der Kindergarten St. Josef ist in Beuren weit mehr als nur eine Betreuungseinrichtung. Für viele Familien gehört er einfach zum Leben dazu. Der Kindergarten gilt bis heute als eine kleine Oase – fernab vom Straßenlärm, umgeben von viel Grün und mit einer ruhigen Atmosphäre, die viele Familien schätzen.
Beim Jubiläum erinnerte man auch an die lange Geschichte der Einrichtung. Bereits seit dem Jahr 1896 soll es in Beuren einen Kindergarten gegeben haben. Der Neubau vor 20 Jahren wurde im Ort nie in Frage gestellt. Vielen Menschen ist bewusst, wie wichtig der Kindergarten für das Dorfleben ist.
Der heutige Kindergarten entstand damals auf schwierigem Baugrund im Schwemmland. Baugrundtechniker empfahlen deshalb sogar eine sogenannte „schwimmende Gründung“ – sinnbildlich eine kleine Arche mitten im Eichsfeld. Die Bauarbeiten begannen am 1. August 2004 nach den Plänen des Heiligenstädter Architektur- und Ingenieurbüros Schubbert & Göbel. Rund 700.000 Euro wurden in den Neubau investiert.
Zur feierlichen Einweihung am 19. März 2006 kamen damals unter anderem Thüringens damaliger Sozialminister Dr. Klaus Zeh sowie Diözesan-Caritasdirektor Bruno Heller nach Beuren. 20 Jahre später ist deutlich, wie eng Generationen von Familien bis heute mit dem Kindergarten St. Josef verbunden sind.