Thüringen verfügt über eine vielfältige Kulturlandschaft. Dazu gehören nicht nur bekannte Einrichtungen wie die Wartburg, die Klassik Stiftung Weimar oder das Bauhaus, sondern auch kleine Museen, Archive, Heimatstuben, Dorfkirchen und kulturelle Initiativen im ländlichen Raum.

Die Vorsitzenden der Unionsfraktionen haben sich bei einer Konferenz in Wörlitz dafür ausgesprochen, diese Vielfalt langfristig zu sichern. Nach ihrer Auffassung muss die Kulturförderung künftig stärker auch kleinere Einrichtungen und Angebote außerhalb der großen Städte berücksichtigen.

„Thüringens kultureller Reichtum liegt in den großen Häusern und in den vielen kleinen Orten, die oft mit viel persönlichem Einsatz erhalten werden“, erklärt Andreas Bühl, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag. Vereine, Ehrenamtliche und freie Träger bewahrten Geschichte, pflegten Traditionen und ermöglichten Kultur vor Ort. Dafür seien verlässliche Rahmenbedingungen notwendig.

Gefordert wird unter anderem eine dauerhafte Sicherung von Welterbestätten, historischen Bauwerken und kulturellen Einrichtungen. Kleinere Museen und Archive sollen mehr Unterstützung erhalten, beispielsweise bei der Digitalisierung ihrer Bestände und bei Maßnahmen zu deren Schutz. Auch Kirchen und andere christlich geprägte Kulturorte sollen stärker berücksichtigt werden.

Der kulturpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Lennart Geibert, begrüßt die Forderungen. Thüringens kulturelle Vielfalt reiche von den großen Einrichtungen in Weimar bis zu den zahlreichen Angeboten im ländlichen Raum. Diese Vielfalt müsse in ihrer gesamten Breite sichtbar gemacht und erhalten werden.

„Gerade das kleine Heimatmuseum oder die schöne Dorfkirche machen Thüringen für Einwohner und Gäste attraktiv“, betont Andreas Bühl. Deshalb müssten Kulturangebote auch außerhalb der größeren Städte erreichbar und erlebbar bleiben.