Es gibt viel zu tun im Gemeinschaftsgarten, aber es lässt sich hier auch gut Gemeinschaft leben.

Leinefelde. Was vor einigen Monaten noch von manchen belächelt wurde, entwickelt sich inzwischen zu einem echten Treffpunkt im Stadtteil. Beim ersten Tag der offenen Tür im Gemeinschaftsgarten am Freitag herrschte reges Treiben. Zahlreiche Familien, ältere Menschen, Kinder und interessierte Anwohner nutzten die Gelegenheit, das noch junge Projekt kennenzulernen.

Die Leiterin des St. Bonifatiuskondergartens, Ingrid Ziegenfuß-Heller und Markus Friedrich vom Stadtteilbüro erinnerten auch an die Anfänge des Gemeinschaftsgartens.

Organisiert wurde das kleine Gartenfest vom Stadtteilbüro gemeinsam mit ehrenamtlich Engagierten und der Kita St. Bonifatius. Deren Leiterin Ingrid Ziegenfuß-Heller freute sich, so viele Gäste begrüßen zu können. Auch Bürgermeister Christian Zwingmann und Patrick Westphalen machten sich vor Ort ein Bild von der positiven Entwicklung.

Bei der Tombola gabs jede Menge zu gewinnen. Foto: Ilka Kühn

Dabei wurde deutlich, dass der Gemeinschaftsgarten inzwischen weit mehr ist als nur eine Fläche zum Gärtnern. Er ist ein Ort der Begegnung geworden. Noch zu Beginn sei die Idee von vielen skeptisch betrachtet worden. Immer wieder habe es die Frage gegeben, wer sich überhaupt engagieren oder den Garten nutzen werde. Diese Zweifel haben sich inzwischen in Luft aufgelöst. Zahlreiche Ehrenamtliche bringen sich ein und sorgen gemeinsam mit den Projektpartnern dafür, dass der Garten wächst und lebt. Unterstützt wird das Vorhaben zudem von der Stadt Leinefelde-Worbis.

Leinefeldes Bürgermeister Patrick Westphalen (li) und Stadtbürgermeister Christian Zwingmann freuten sich über das Interesse am Gemeinschaftsgarten. Foto: Ilka Kühn

Für die Besucher war einiges vorbereitet. Gegen einen kleinen Obolus gab es selbstgebackenen Kuchen, Gegrilltes und Getränke. Die Kinder konnten sich Glitzertattoos machen lassen, an einer Bastelstation kreativ werden oder mit lustigen Kopfbedeckungen Erinnerungsfotos an einer Polaroid-Station aufnehmen. Bei einer Tombola warteten zudem zahlreiche Gewinne auf glückliche Losbesitzer.

Die Initiatoren blicken inzwischen bereits nach vorn. Der Gemeinschaftsgarten könnte nach ihrer Vorstellung noch erweitert werden. Dafür müssten lediglich einige Zaunfelder versetzt und möglicherweise ein neuer Eingang geschaffen werden. Diesen Wunsch brachte Markus Friedrich vom Stadtteilbüro bereits bei den beiden Bürgermeistern vor. Realistisch sei eine Umsetzung allerdings frühestens ab Oktober, wenn der städtische Bauhof wieder über entsprechende Kapazitäten verfügt. 

Der Gemeinschaftsgarten ist ein Projekt, das weiter wächst. Foto: Ilka Kühn

Eines steht jedoch schon jetzt fest: Der Gemeinschaftsgarten hat sich in kurzer Zeit zu einem lebendigen Ort des Miteinanders entwickelt. Und die Verantwortlichen freuen sich über jeden, der künftig mitmachen und das Projekt weiter mit Leben füllen möchte.

Übrigens: Es stehen weitere Grünflächen an den Stirnseiten der Garagen für interessierte Gartenfreunde zum mieten zur Verfügung. Allerdings gibt es keinen Wasseranschluss hier.

Ilka Kühn