Der Film „Für die Liebe noch zu mager“ wurde auch in der Baumwollspinnerei gedreht. Er wird auch bei der 800 Jahr Feier eine Rolle spielen.

Leinefelde. Noch sind es einige Monate bis zum großen Jubiläumsjahr, doch inzwischen wird immer deutlicher, was die Leinefelder 2027 erwartet. Anlässlich der 800-Jahr-Feier soll es von März bis Dezember ein umfangreiches Programm mit Festen, Vorträgen, Musik, Ausstellungen, Sport und vielen Veranstaltungen geben, die eng mit der Geschichte und Entwicklung der Stadt verbunden sind.

Das bislang von Ortsbürgermeister Patrick Westphalen und einer kleinen Arbeitsgruppe erarbeitete Programm ist noch vorläufig. Einzelne Termine und Veranstaltungsorte können sich also noch ändern. Schon jetzt zeigt sich aber: Die 800 Jahre sollen nicht nur an einem einzigen Wochenende gefeiert werden. Vielmehr zieht sich das Jubiläum durch nahezu das gesamte Jahr.

Den Auftakt bildet am 6. März die Vortragsreihe „Kinder der Stadt“ im Sozialen Zentrum. Diese Reihe soll im Laufe des Jahres mehrfach fortgesetzt werden und Persönlichkeiten sowie Geschichten aus Leinefelde in den Mittelpunkt rücken.

Kulinarisch wird es am 19. März beim Eichsfelder Bratwurst-Battle in der Bahnhofstraße. Einen Tag später, am 20. März, sind die Leinefelder selbst gefragt: Unter dem Motto „Gemeinsam für Leinefelde“ ist ein Frühjahrsputz im gesamten Stadtgebiet geplant.

Im April folgen eine DEFA-Ausstellung mit Film und Musik, eine große Vereinsmesse in und an der Obereichsfeldhalle sowie am 30. April das traditionelle Maibaumstellen am Eichsfelder Hof.

Besonders ereignisreich dürfte der Mai werden. Am 2. Mai steht zunächst der 33. Leinefelder Automarkt auf dem Programm. Am 8. Mai widmen sich die „Leinefelder Geschichten“ den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges. Einen Tag später wird das Teichfest im Köhlersgrund gefeiert.

Einer der großen Höhepunkte des gesamten Jubiläumsjahres ist für den 21. bis 23. Mai vorgesehen: das Stadtfest unter dem Titel „Fest der Leinefelder Lämmerschwänze“. Gefeiert werden soll an mehreren Orten – rund um die Obereichsfeldhalle, am Teich, auf dem Zentralen Platz und bei der Feuerwehr.

Am 29. Mai folgen die Festveranstaltung und die Eichsfeldtage in der Obereichsfeldhalle. Bereits einen Tag später, am 30. Mai, soll der Altstadtzauber auf dem Festplatz Ringau Besucher anziehen.

Auch der Juni bleibt vollgepackt. Am 5. Juni ist ein Blasmusikfest im Lunapark geplant, am folgenden Tag ein Familienfest. Das Wochenende 12. und 13. Juni steht im Zeichen des Sports. Am 26. Juni soll am Scharfenstein das Eichsfelder Böllertreffen stattfinden. Am gleichen Tag ist eine weitere Veranstaltung der Vortragsreihe „Kinder der Stadt“ vorgesehen.

Ein weiterer zentraler Termin des Jubiläumsjahres ist der 4. Juli. Dann soll sich ein großer Festumzug durch Leinefelde bewegen. Gerade dieser Termin dürfte für viele Vereine, Einrichtungen, Unternehmen und Gruppen der Stadt interessant werden, die sich an dem Umzug beteiligen wollen.

Am 10. und 11. Juli folgt ein Kirchenwochenende in den Leinefelder Kirchen. Vom 23. bis 27. Juli wird zudem ein weiteres Jubiläum gefeiert: 80 Jahre Ringaukirmes.

Der August beginnt etwas ruhiger, bietet aber ebenfalls mehrere besondere Veranstaltungen. Am 19. August ist ein Kinderfest im Japanischen Garten geplant. Zwei Tage später geht es bei den „Leinefelder Geschichten“ um die „Reisen eines Händlers“. Für den 28. oder 29. August ist in Tüffers Garten eine Kunstausstellung zu Josef Heike vorgesehen.

Anfang September soll es dann wieder laut und lebendig werden. Unter dem Titel „Beats und Brötchen“ sind am 4. und 5. September eine 89.0-Discoparty und ein Gewerbegebietsfest bei der Bäckerei Helbing und in den Gewerbegebieten vorgesehen.

Mitte September wird die Vortragsreihe „Kinder der Stadt“ fortgesetzt. Ein besonderer Termin ist außerdem der 26. September: Dann soll der Aussichtspunkt auf dem Köhlersberg mit einem Kreuz eröffnet werden.

Der Oktober verbindet Feier und Rückblick auf die Entwicklung Leinefeldes. Am 2. Oktober ist im Foyer der Obereichsfeldhalle „Tanz in die Einheit – TM6“ geplant. Am 9. oder 10. Oktober soll bei einem Podiumsgespräch über die Stadtentwicklung gesprochen werden. Begleitend ist eine Ausstellung zum Stadtumbau vorgesehen.

Zum Jahresende wird es dann vorweihnachtlich. Am 26. November soll das Lichterfest die Bahnhofstraße erhellen. Am 27. und 28. November folgt der Adventsmarkt auf dem Zentralen Platz.

Den Abschluss des Jubiläumsjahres bildet nach bisheriger Planung am 19. Dezember, dem vierten Advent, der Budenzauber in der Altstadt.

Damit zeichnet sich bereits jetzt ein außergewöhnliches Jahr für Leinefelde ab. Historische Themen stehen ebenso auf dem Programm wie Musik und Unterhaltung, traditionsreiche Feste ebenso wie neue Veranstaltungsformate.

Vor allem drei Termine dürften dabei besonders im Mittelpunkt stehen: das große Stadtfest vom 21. bis 23. Mai, der Festumzug am 4. Juli und das 80-jährige Jubiläum der Ringaukirmes im Juli.

Bis zum Jubiläumsjahr wird sich das Programm sicher noch an einigen Stellen verändern und ergänzen. Doch eines wird anhand der bisherigen Planung bereits deutlich: Die 800 Jahre Leinefelde sollen nicht nur zurückblicken. Das Festjahr soll zeigen, wie sich der Ort vom Dorf zur Stadt entwickelt hat – und was Leinefelde heute ausmacht.

IK