24 Stunden Berufsfeuerwehr

Am vergangenen Freitag fand erneut der Berufsfeuerwehrtag der Heiligenstädter Jugendfeuerwehr statt. Um 16 Uhr traten die 24 Mädchen und Jungen in der Fahrzeughalle zur Dienstübernahme an und schlüpften für 24 Stunden in die Rolle von echten Berufsfeuerwehrmännern und -frauen. Zu Beginn überprüften sie die Fahrzeuge, ob alle Geräte und Materialien vorhanden und funktionsfähig sind.

Auch die Feuerwache richteten die Kinder so her, dass sie einer echten Berufsfeuerwache gleicht. Die Kleidung wurde in die Nähe der Fahrzeuge gehängt, der
Schulungsraum verwandelte sich in einen großen Speiseraum und die Einsatzzentrale fungierte als Leitstelle, wo die Notrufe eingingen und die Einsatzkräfte alarmiert wurden.

Auch Betten wurden aufgebaut, damit sich alle in der einsatzfreien Zeit in ihren Ruheraum zurückziehen konnten. Ein lauter Gong und eine Durchsage in der gesamten Feuerwache kündigten einen Einsatz an. Zügig eilten alle Berufsfeuerwehrmänner und -frauen zu ihren Fahrzeugen und rückten aus. Mehr als 15- mal waren die Mädchen und Jungen in den 24 Stunden unterwegs.

Neben mehreren kleinen Einsätzen, wie der Beseitigung von Betriebsstoffen und der Versorgung einer verletzten Person, waren auch alle gemeinsam bei größeren Einsätzen gefordert. So kam es am Freitagabend zu einem Kellerbrand in der Charlotte-Heidenreich-Straße. Der Löschzug war wenige Minuten nach der Alarmierung vor Ort. Qualm drang aus dem Gebäude. Unter Atemschutz gingen die Einsatzkräfte in die brennende Wohnung vor. Neben der Brandbekämpfung galt es auch noch vermisste Personen im Rauch zu finden und zu retten.

Mit der Drehleiter konnte eine Person im Obergeschoss aus dem gefährlichen Brandrauch befreit werden. Außerdem brannte am Samstag ein Güterwagon am Ostbahnhof. Auch hier mussten neben der Brandbekämpfung vermisste sowie
verletzte Personen gerettet und versorgt werden.

Nicht fehlen durfte der Dienstsport. Dafür fuhr die gesamte Wachabteilung am Samstag ins Schwimmbad, um ein paar Bahnen zu ziehen. Auch für die Mahlzeiten und die Sauberkeit auf der Wache sorgten die Kinder und Jugendlichen selbst. Hierfür wurden sie zuvor in verschiedene Dienste eingeteilt, damit die Arbeit gleichmäßig verteilt war.

Am Samstagnachmittag endete der 24-Stunden-Dienst für die Berufsfeuerwehrmänner und -frauen. Zum Abschluss traten sie noch einmal in der Fahrzeughalle an und übergaben den Dienst an die folgende Schicht. Müde von einem anstrengenden Feuerwehrdienst gingen alle zufrieden nach Hause und freuen sich bereits
auf ihre nächste 24-Stunden-Schicht.
Johannes Lurch