Wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mitteilt, nimmt Deutschland schwerverletzte Patientinnen und Patienten nach der Brandkatastrophe in der Schweiz auf. Die Verteilung erfolgt nach dem sogenannten Kleeblattkonzept, das Bund und Länder während der Corona-Pandemie entwickelt haben.


Bislang wurden bereits vier Patientinnen und Patienten im Rahmen bilateraler Vereinbarungen nach Deutschland übernommen. Für heute ist die Übernahme von sieben weiteren Patientinnen und Patienten über den Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union (UCPM) geplant. Die Patientinnen und Patienten werden luftgebunden via Flugzeug und Hubschrauber transportiert.

Die Schweiz hat über den UCPM bereits weitere Übernahmeanfragen angekündigt. Deutschland wird hierüber weitere Transport- und Behandlungsmöglichkeiten anbieten.

Kleeblatttransporte entlasten Krankenhäuser

Der Kleeblattmechanismus wurde während der Corona-Pandemie von Bund und Ländern gemeinsam entwickelt, um bei außergewöhnlichen Lagen eine koordinierte, länderübergreifende Verteilung von Patientinnen und Patienten zu ermöglichen.

Partner im Kleeblattmechanismus sind Vertreterinnen und Vertreter der Länder, des Arbeitskreises für Feuerwehrangelegenheiten, Rettungswesen, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung der Innenministerkonferenz (AK V), des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesministerium des Innern, des Bundesministeriums der Verteidigung, des BBK, des
Robert-Koch-Instituts und der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden.