Leinefelde-Worbis. Das Thüringer Kabinett hat seine auswärtige Sitzung am vergangenen Dienstag auf dem Gelände der Landesgartenschau in Leinefelde abgehalten. Am Vormittag tagten Ministerpräsident Mario Voigt sowie die Ministerinnen und Minister im Veranstaltungsraum des Cafés in Tüffers Garten.

Anschließend stand ab Mittag ein Rundgang mit Geschäftsführern und Mitarbeitern der LGS über das Kerngelände der mittlerweile fünften Landesgartenschau des Freistaates auf dem Programm.

Dabei verschaffte sich die Landesregierung einen Eindruck von den zahlreichen Projekten, die im Zuge der Landesgartenschau entstanden sind. Die Mitglieder des Kabinetts zeigten sich beeindruckt von der Gestaltung des Geländes und äußerten sich mehrfach anerkennend über die Entwicklung des Areals.
Im Thüringer Gärtnertreff erhielten die Ministerinnen und Minister zahlreiche Informationen rund um die Landesgartenschau und den Thüringer Gartenbau. Dort wurden ihnen auch frische Thüringer Kirschen und Erdbeeren als kleine Erfrischung gereicht.

Die Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John zog eine positive Zwischenbilanz der Landesgartenschau. Sie betonte, dass das Großprojekt weit über das Jahr 2026 hinaus wirken werde. Unter dem Leitmotiv „Aussöhnung zwischen Stadt und Landschaft“ seien unter anderem die Ohne renaturiert, der Lunapark und Tüffers Garten neu gestaltet sowie die Grundlage für die künftige Gartenstadt in der Südstadt geschaffen worden.

Für die Umsetzung wurden rund 30 Millionen Euro Fördermittel von Land, Bund und Europäischer Union sowie etwa 20 Millionen Euro kommunale Eigenmittel eingesetzt. Nach Angaben der Staatskanzlei wurden dadurch Investitionen von deutlich mehr als 100 Millionen Euro ausgelöst.Eine Menge Geld, dass aber gut angelegt sei, äußerte sich Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt gegenüber Eichsfeldnachrichten. Er war sehr erfreut über den Tag in Leinefelde, sowohl von der Kabinettsitzung als auch dem Rundgang. Für einige Minister war es ja das erste Mal, dass sie auf der diesjährigen Landesgartenschau waren.
Die Landesgartenschau dient zugleich als Schaufenster des Thüringer Gartenbaus. Mit dem Themengarten „Grünes Herz – Der Garten Thüringens“, den Mustergärten des Garten- und Landschaftsbaus, dem Blumenblock und dem Grünen Klassenzimmer werden die Vielfalt und Leistungsfähigkeit der Branche präsentiert. Die Landesgartenschau ist noch bis zum 11. Oktober 2026 geöffnet. Mit den Sommerferien und der nun einsetzenden Hauptblüte erwarten die Veranstalter noch mehr Besucher, da das Marketingkonzept jetzt weitere Regionen einbezieht.
Ilka Kühn

