VitaRo startet am 1. April in Leinefelde neu durch

Das Solargebäude in Leinefelde. Foto: Ilka Kühn.

Leinefelde. Manchmal schließt sich ein Kreis im Leben – und genau so fühlt es sich für Katrin Roth an. Dort, wo heute das sogenannte Solargebäude steht, war einst ein Kindergarten. Ein Ort, an dem sie selbst als Kind war. Dass sie Jahrzehnte später genau hier einen neuen Gesundheitsstandort aufbauen würde, hätte sie sich wohl nie vorstellen können.

Jetzt wird das Gebäude umfassend renoviert. Ab 1. April 2026 soll es als neuer zentraler Standort für VitaRo und die orthopädische Praxis von Dr. Tino Roth öffnen. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Überall wird gearbeitet, geplant, organisiert. Doch wenn Katrin Roth aus den künftigen Trainingsräumen hinüber auf das Kerngelände der Landesgartenschau blickt, das am 23. April seine Tore öffnet, ist für sie klar: „Das schaffen wir.“

Vom Solargebäude kann man fast das ganze Kerngelände der Landesgartenschau überblicken. Foto: Ilka Kühn.

Lange hatten sie und ihr Mann nach einer geeigneten Immobilie gesucht. Das Ziel war eindeutig: alles unter einem Dach. Die orthopädische Praxis, das umfangreiche Gesundheitsprogramm von VitaRo – mit Ausnahme der Angebote im Hallenbad – und genügend Raum für Weiterentwicklung. Denn das Team ist gewachsen, fachlich wie personell. Die bisherigen Räume waren längst zu klein geworden.

Überall im Haus wird renoviert. Foto: Ilka Kühn

Dass sich die Möglichkeit ergab, das Solargebäude zu kaufen, war letztlich eine Chance, die sie genutzt haben. Denn VitaRo ist weit mehr als eine Praxis – es ist ein echtes Familienunternehmen mit klarer Perspektive. Alle Kinder sind in das Konzept eingebunden, entsprechend ihres Alters und ihrer fachlichen Ausbildung.

Der älteste Sohn ist leitender Physiotherapeut, Sporttherapeut und ausgebildeter Yogalehrer. Die älteste Tochter arbeitet als leitende Logopädin. Der mittlere Sohn studiert Medizin; perspektivisch ist die Übernahme der väterlichen Praxis vorgesehen. Der jüngste Sohn befindet sich in der Ausbildung zum Physiotherapeuten und absolviert zusätzlich eine Qualifikation zum Fitnesstrainer. Die jüngste Tochter organisiert die VitaRo Lounge und ergänzt das therapeutische Angebot mit dem Baustein gesunde Ernährung. Damit entsteht ein ganzheitlicher Ansatz, der Therapie, Training, Prävention und Ernährung miteinander verbindet. Genau diese Verzahnung macht das Konzept stark – und zukunftsfähig.

Das Gebäude selbst blickt auf eine bewegte, aber kontinuierliche Nutzung zurück. Ursprünglich als Kindergarten errichtet, wurde der Flachbau später von einem privaten Unternehmen übernommen und energetisch modernisiert. Die Solartechnik prägte nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch den Namen. Es soll eines der ersten Solar-Bürogebäude dieser Art in Deutschland gewesen sein. Leer stand es nie dauerhaft, doch es gab wechselnde Eigentümer und Mieter. Nun beginnt ein neues Kapitel – mit klarer Perspektive.

Wer mit Katrin Roth durch das Haus geht, spürt schnell, dass hier kein halbfertiges Konzept umgesetzt wird, sondern eine Vision. Im rechten Gebäudeteil, in dem sich bereits die Logopädie befindet, liegt auch die ehemalige Aula. Dort werden künftig Kurse für Gesundheitspflege stattfinden. Hier sind auch Angebote für Nachbetreuungsprogramme der Rentenversicherung – sogenannte Nachkuren.

Ganz neu wird ab April der eGym-Gesundheitspark sein. Moderne Geräte, professionelle Körperanalyse, Training unter fachlicher Anleitung qualifizierter Physio- und Sporttherapeuten – in Wohlfühlatmosphäre und mit weitem Blick über die Landesgartenschau bis hin zum Dün. Für Stammpatienten und Kursteilnehmer wird ein Willkommenspaket vorbereitet.

Im unteren Bereich des Hauses entsteht eine VitaRo-Lounge mit Getränken und kleinem Imbiss. Ein Wintergarten soll zum Verweilen einladen – nicht als bloßer Wartebereich, sondern als Begegnungsort.

Im linken Teil des Gebäudes zieht die orthopädische Praxis von Dr. Tino Roth ein. In der darüberliegenden Etage ist perspektivisch Platz für einen Hausarzt oder weitere medizinische Angebote. Der Standort soll sich bewusst als Gesundheitszentrum entwickeln.

Dass ausreichend Parkplätze vorhanden sind, war für Katrin Roth ein entscheidender Punkt. Ebenso wichtig: Direkt vor dem Haus befindet sich eine Bushaltestelle – ein klarer Vorteil für ältere Patienten oder Menschen ohne Auto.

Das Team der Caritas hatte das Gebäude zuletzt vorübergehend genutzt. Nach Verlängerung lief der Mietvertrag nun aus. Das Team zieht zurück ins Gemeindehaus der St.-Bonifatius-Kirche, vorerst allerdings  in den Tagestreff.

VitaRo steht für ein breit gefächertes Gesundheitsangebot – getragen von einer außergewöhnlich qualifizierten Inhaberin. Katrin Roth ist unter anderem examinierte Krankenschwester, Sporttherapeutin, staatlich geprüfte Heilpraktikerin, Gesundheitsmanagerin und Fachsportlehrerin für Fitness und Gesundheit. Hinzu kommen zahlreiche Trainerlizenzen in Prävention, Rehabilitation, Osteoporose, Rücken- und Muskeltraining sowie Qualifikationen im Bereich Tai Chi, Qigong, Aqua-Training und Zumba. Und im Sommer schließt sie ihr Osteopathiestudium ab. Vielfalt ist kein Selbstzweck, sondern Grundlage eines ganzheitlichen Konzepts.

Ab dem 1. April soll der neue Standort startklar sein. Noch wird gehämmert, geschraubt und geplant. Doch der Anspruch ist klar: ein moderner Gesundheitsstandort mit medizinischer Kompetenz, therapeutischer Vielfalt und einem Ambiente, das Menschen motiviert, aktiv und gesund zu bleiben.

Für Sporttherapeutin Katrin Roth ist es mehr als ein Umzug. Es ist die konsequente Weiterentwicklung eines Gesundheitskonzepts, das in Leinefelde langfristig Bestand haben soll.

Ilka Kühn