Leinefelde. Der Neubau des katholischen Schulzentrums St. Elisabeth kommt gut voran. Darüber informierten Vertreter der beteiligten Firmen und Planer am Dienstagabend, 3. März 2026, bei einer Veranstaltung in der Obereichsfeldhalle.

Schulleiter Heinz-Peter Kaes (li.) hier im Gespräch nach der Infoveranstaltung im Foyer, wo auch eine kleine Dokumentation aufgebaut war. Foto: Ilka Kühn

Obwohl nur vergleichsweise wenige Besucher gekommen waren – offenbar hatte es im Vorfeld ein Kommunikationsproblem gegeben – erhielten die Anwesenden einen ausführlichen Einblick in den aktuellen Stand der Bauarbeiten.

Es war eine sehr interessante Veranstaltung, die leider nur von wenigen wahrgenommen wurde. Foto: Ilka Kühn

Zu Beginn erinnerte Schulleiter Heinz-Peter Kaes von der Bergschule St. Elisabeth, wie das Projekt seinen Anfang nahm. Vor einigen Jahren wurden Schülerinnen und Schüler gefragt, wie sie sich ihre „Traumschule“ vorstellen. Viele Ideen und Wünsche kamen damals zusammen. Nicht alles ließ sich umsetzen, doch einige Anregungen sind tatsächlich in die Planung des Neubaus eingeflossen, so der Schulleiter.

Thomas Happ bei seinen Auaführungen. Foto: Ilka Kühn

Projektleiter Thomas Happ von der Firma Goldbeck stellte anschließend den bisherigen Bauverlauf vor. Der Auftrag für das Projekt wurde Anfang Dezember 2024 unterzeichnet. Und auf den Tag genau vor einem Jahr, am 3. März 2025 konnte das Baugelände übernommen werden, sagte er. Seitdem wächst der neue Schulkomplex Schritt für Schritt in die Höhe.

Der Neubau umfasst mehrere Gebäudeteile. Neben den Unterrichtsräumen entsteht eine große Sporthalle, die sowohl für den Schulsport als auch für den Vereinssport genutzt werden kann. Hinzu kommen Mensa, Verwaltung, Aufenthaltsbereiche sowie verschiedene Fachräume.

Wie groß das Projekt tatsächlich ist, wird an einer Zahl deutlich: Der gesamte Gebäudekomplex wird etwa 176 Meter lang sein. Damit entsteht in Leinefelde ein Schulbau von beachtlicher Größe.

Der Bau liegt nach Angaben der Verantwortlichen voll im Zeitplan. Die Firma Goldbeck plant, das fertige Gebäude bereits am 30. März 2027 an den Auftraggeber, das Bistum Erfurt, zu übergeben. Bis zum Schulbeginn bleibt dann noch Zeit für letzte Abnahmen, Einrichtung und organisatorische Vorbereitungen. Der Unterricht in der neuen Schule soll nach den Sommerferien im August 2027 beginnen.

Dass die Arbeiten so gut vorankommen, hat auch mit der Organisation auf der Baustelle zu tun. Sie gilt als äußerst strukturiert und aufgeräumt – eine der ordentlichsten Baustellen, die man derzeit sehen kann. Die verschiedenen Gewerke greifen ineinander, viele Arbeiten laufen parallel und Hand in Hand.

Auch technisch wird der Bau genau begleitet. Videokameras dokumentieren den Fortschritt der Baustelle vom ersten Spatenstich an. So lässt sich später genau nachvollziehen, wie das Gebäude Schritt für Schritt entstanden ist.

Ein kleiner Rückschlag kam allerdings nach Weihnachten. Schnee und Eis sorgten in den ersten Wochen des Jahres dafür, dass manche Arbeiten im Außenbereich nur eingeschränkt möglich waren. Zeitweise musste der Bau sogar pausieren. Inzwischen hat sich die Situation längst wieder normalisiert. Mit dem besseren Wetter konnten die Arbeiten wieder Fahrt aufnehmen – der Bau liegt weiterhin im vorgesehenen Zeitrahmen.

Derzeit arbeiten täglich rund 60 bis 70 Menschen auf der Baustelle. Besonders deutlich sichtbar ist der Fortschritt bereits an der Sporthalle. Dort haben erste Arbeiten im Innenbereich begonnen, während an anderen Teilen des Gebäudes weiterhin am Rohbau gearbeitet wird.

Eines wurde an diesem Abend deutlich: Der Neubau des Schulzentrums ist ein großes Projekt für Leinefelde. Schritt für Schritt nimmt die Schule Gestalt an – und wenn alles nach Plan läuft, werden im Sommer 2027 die ersten Schülerinnen und Schüler ihre neue Schule beziehen, sowohl im Gymnasium als auch in der Regelschule.

Über die Besonderheiten des neuen Schulzentrums werden wir noch gesondert berichten.

Ilka Kühn