Langfristig entstehen bundesweit insgesamt 4.000 Schnellladepunkte

ERFURT. Die Autobahn GmbH des Bundes hat gestern ihren nächsten Deutschlandnetz-Schnellladepark für Elektrofahrzeuge offiziell in Betrieb genommen. Der Standort auf dem Parkplatz Im Werratal Ost an der A73 bei Eisfeld ist Teil des bundesweiten Ladeinfrastruktur-Ausbaus durch das Bundesministerium für Verkehr im Rahmen des Deutschlandnetzes. Auf der Rastanlage Im Werratal Ost können Elektrofahrzeuge nun ebenfalls schnellgeladen werden.
Der Ladepark ist mit modernster Technik ausgestattet und bietet vier Ladepunkte (zwei Ladesäulen zu je zwei Ladepunkten). Jeder Anschluss stellt bis zu 400 kW zur Verfügung. Theoretisch reicht das, um einen Mittelklassewagen binnen zehn bis 20 Minuten mit Strom für 300 bis 500 Kilometer (je nach Verbrauch) zu laden. Die Zukunftsfähigkeit des Ladeparks ist damit gesichert. Teilen sich zwei Fahrzeuge eine Säule, kann jedes von ihnen immer noch mit mindestens 200 kW geladen werden. Das Bezahlsystem unterstützt alle gängigen Ladekarten sowie Debit- und Kreditkarten.
„Die Autobahn GmbH treibt den Aufbau der Ladeinfrastruktur kräftig voran, um Elektromobilität für alle und auf allen Routen zu ermöglichen. Insgesamt bauen wir mit dem Deutschlandnetz an den Autobahnen 1.000 Schnellladepunkte an 200 Standorten auf“, betont Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH, anlässlich der Eröffnung. In Thüringen plant die Autobahn GmbH 56 Schnellladepunkte für PKW an unbewirtschafteten Rastanlagen. Dazu zählen die PWC-Anlagen Himmelsteiche Ost/West (A9), Leinetal Süd/Nord (A38), Kesselberg Ost/West (A38), Dornheimer Rieth Ost/West (A71) und Erfurter Becken Ost/West (A71).
„Ich freue mich, dass der erste von insgesamt zwölf an unbewirtschafteten Rastanlagen geplanten Ladeparks in Thüringen fertiggestellt wurde. Damit rückt der Freistaat noch enger an ein leistungsfähiges, zukunftssicheres Ladenetz heran“, sagt Andreas Trenkel, Direktor der Niederlassung Ost der Autobahn GmbH.
Der neue Schnellladestandort an der A73 bei Eisfeld in Thüringen wird von der Autostrom.plus GmbH betrieben. Dr. Burkhard Seizer, Geschäftsführer Autostrom.plus GmbH sagt dazu: „Der Standort Im Werratal ist direkt an der Autobahn gelegen, einfach zu erreichen, mit komfortablem Wetterschutz und heller Beleuchtung versehen und zweifach mit modernster 400 KW-Ladetechnik ausgestattet. Dank eines leistungsstarken Netzanschlusses können Kunden an diesem Ladepark schnell laden. Insgesamt zeichnet den Ladepark folgendes aus: Er ist sicher, komfortabel und vor allem kann man verlässlich schnell laden.“
Langfristig sollen an den Autobahnen insgesamt 4.000 Schnellladepunkte entstehen. Das Netz ist so geplant, dass alle zehn Fahrminuten Ladesäulen an den Autobahnen zu erreichen sind.
Mit dem Deutschlandnetz schafft das Bundesministerium für Verkehr (BMV) 9.000 zusätzliche Schnellladepunkte für Elektroautos. Rund 900 Standorte entstehen im urbanen und ländlichen Raum, 200 direkt an den unbewirtschafteten Autobahn-Rastanlagen. Das BMV investiert in das Projekt insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro. Private Unternehmen bauen die Standorte des Deutschlandnetzes im Auftrag des BMV.

