Holzbildhauer arbeiten in Wenderhütte

Wenderhütte/Sonnenstein. Wer in dieser Woche im Wald Wenderhütte das Brummen von Motorsägen hörte, dachte vielleicht zuerst an Baumfällarbeiten. Doch diesmal war es anders: Drei Holzbildhauer aus dem Erzgebirge nutzten ihre Kettensägen nicht, um Bäume zu fällen, sondern um Skulpturen zu schaffen.

IMG 20250827 162040
v. li.Robby Schubert, Ronny Tschierske, Friedhelm Schelter bei kurzer Verschnaufspause mit Revierförster Jörg Walter. Foto: Ilka Kühn

Sie folgten einer Einladung der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis und des Forstamtes Leinefelde, um sich an einem besonderen Projekt zu beteiligen.

Das Ergebnis ihrer Arbeit wird am morgigen Sonntag ab 13 Uhr beim großen Waldfest in Wenderhütte vorgestellt. Schon jetzt konnten sich einige davon überzeugen, dass die drei Profis ihr Handwerk meisterhaft beherrschen.

Das Gebiet Wenderhütte, idyllisch gelegen zwischen Sonnenstein und Bischofferode, gilt noch als Geheimtipp. Immer mehr Menschen entdecken jedoch die gut begehbaren Wege und die besonderen Holzskulpturen, die in den vergangenen Jahren bei früheren Waldfesten entstanden sind. Immer wieder waren hier Bildhauer am Werk und haben den Wald um eindrucksvolle Werke bereichert.

In diesem Jahr sind es Robby Schubert, Friedhelm Schelter und Ronny Tschierske, die mit Motorsägen und Schnitzwerkzeugen ans Werk gingen. Robby Schubert, der bereits zum dritten Mal im Eichsfeld ist, widmet sich dem Thema Natur, Friedhelm Schelter zaubert aus einem Baumstamm den letzten Abt des Klosters Gerode, Elmar Otto, als Skulptur und Ronny Tschierske schafft Skulpturen, die künftig als Begrüßung am Eingang der Lebenshilfe zu sehen sein werden.

Möglich wurde das Projekt durch Revierförster Jörg Walter, der dank seiner persönlichen Kontakte zu den Künstlern diese Zusammenarbeit ins Leben rief.

Am Sonntag lädt das Forstamt bereits zum fünften Mal zum Waldfest an die Wenderhütte ein. Rund 1000 Besucher werden erwartet. Für alle, die nicht so gut zu Fuß unterwegs sind, fährt eine Bimmelbahn vom Parkplatz direkt bis zum Festgelände.

Ilka Kühn