Die beiden Mädchen fielen auf auf dem Gelände auf und hatten ihren Spaß. Foto: Ilka Kühn

Leinefelde. Mit einer offiziellen Feier ist am Samstag die Landesgartenschau eröffnet worden. Mehrere Tausend Besucher nutzten den Tag, um das Gelände zu erkunden und erste Eindrücke zu sammeln. Bereits bei der Anreise wurde deutlich, dass die Veranstaltung über die Region hinaus Interesse weckt – Kennzeichen aus verschiedenen Teilen Deutschlands waren auf den Parkplätzen zu sehen.

Der Bereich für die Ehrengäste. Foto Ilka Kühn
Peter Escher bei der Moderation mit Gebärdendolmetscherin. Viele bedauerten, dass das Polizeiorchester nur mit zwei Titeln zu hören war. Vor dem dritten Titel wurden die Gäste eingeladen, mit aufs Gelände zu gehen und das Polizeiorchester spielte vor leeren Stühlen. Foto: Ilka Kühn

Auf der großen Bühne führte Peter Escher durch das Programm, musikalisch begleitet vom Thüringer Polizeiorchester. In ihren Ansprachen betonten Ministerpräsident Mario Voigt, Bürgermeister Christian Zwingmann und Landrätin Marion Frant vor allem die Bedeutung der Landesgartenschau als Projekt der Stadtentwicklung.

Ministerpräsident Mario Voigt und Landrätin Dr. Marion Frant sollten sich beim Blumenpflanzen auf der Bühne beweisen. Sie hat kommentiert, er gepflanzt. Foto: Ilka Kühn

Christian Zwingmann erinnerte daran, dass die Idee bereits 2016 entstanden ist und der Weg bis zur Eröffnung von zahlreichen Herausforderungen geprägt war. Neben steigenden Baukosten und veränderten Zeitplänen hätten auch äußere Einflüsse wie die Corona-Pandemie eine Rolle gespielt. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Landesgartenschau nicht nur als zeitlich begrenzte Veranstaltung gedacht sei. Im Mittelpunkt stünden bleibende Veränderungen, etwa die neugestaltete Grüne Achse vom Bahnhof bis zum Gelände, der Lunapark mit Tüffers Garten, neue Wege sowie Spiel- und Sportflächen, die freigelegte Wüstung Kirrode und die renaturierte Ohne.

Auch LGS-Geschäftsführer Stefan Nolte verwies auf den organisatorischen Aufwand und die Vielzahl der Beteiligten. Hinter dem Projekt stünden mehrere Jahre intensiver Arbeit von Verwaltung, Planern, Firmen und zahlreichen Unterstützern.

Einen besonderen Moment bildete die Ansprache von Monsignore Bertram Vogt (95 Jahre) der als Ehrenbürger der Stadt an der Eröffnung teilnahm und die Veranstaltung segnete. Seine Worte verliehen der Feier eine ruhige, persönliche Note. Die Redebeiträge wurden zudem von einer Gebärdendolmetscherin begleitet.

Das Planungsbüro Ziegler (Mitte Christoph Ziegler und Frau) aus Heilbad Heiligenstadt hatte u.a. Freunde und Partner zur Eröffnung eingeladen. Foto: Ilka Kühn

Zum Programm gehörten auch kulturelle Beiträge. Der Auftritt von Kinderliedermacher Mathi gemeinsam mit einem inklusiven Kinder- und Jugendorchester mit dem offiziellen LGS-Song der Stadt sorgte für große Aufmerksamkeit. Zum Abschluss des offiziellen Teils bepflanzten Ministerpräsident Voigt und Landrätin Frant symbolisch ein Hochbeet.

Im Anschluss nutzten viele Gäste die Gelegenheit zu einem Rundgang über das Gelände. Besonders stark besucht war der sogenannte Blumenblock – ein umgestalteter Plattenbau, in dem auf mehreren Etagen Ausstellungen zu Floristik, Kunst und Stadtgeschichte gezeigt werden.

Am Abend setzte ein Konzert von Christin Stark den Schlusspunkt des ersten Tages.

Die Landesgartenschau läuft bis zum 11. Oktober und soll in den kommenden Monaten neben gärtnerischen Themen auch zahlreiche Veranstaltungen aus Kultur, Bildung und Freizeit bieten.