Heilbad Heiligenstadt. Das Literaturmuseum „Theodor Storm“ lädt am 21. Januar um 15 Uhr zu einer Künstlerführung durch die aktuelle Sonderausstellung mit dem Titel „Günter Schuster –
Stationen. Arbeiten mit Material und Sprache“ ein.

Günter Schuster vor seinen Werken, Foto: Dr. Birgit Nolte-Schuster

Der in Saarburg geborene Maler Günter Schuster gibt Einblicke in die Gedankenwelt seiner Werke und erklärt seine Kunsttechniken. Zu dieser Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Die Sonderausstellung ist noch bis Sonntag, 1. Februar, im Literaturmuseum zu sehen.

In seiner Schaffensvielfalt von einzelnen Objekten aus Papier, Tuch, Planen und Holz
bis hin zu Installationen löst Günter Schuster gebrauchte Materialien des Alltags aus
ihrem ursprünglichen Verwendungszusammenhang, um sie in eine künstlerische
Dimension zu überführen. Dahingehend inszeniert er Wechselspiele zwischen Material
und Sprache, woraus sich ein großes Spektrum an Ausdeutungen für Schusters Werke
ergibt. Die Sonderausstellung im Literaturmuseum bildet einen langjährigen
Schaffensprozess des Künstlers ab. Aus diesem sind unterschiedliche Werkgruppen
entstanden. Eigens für die Ausstellung schuf er je ein Kunstwerk zu zwei Novellen und
einem Gedicht von Theodor Storm, und zwar zu „Pole Poppenspäler“, „Bötjer Basch“
und „Halbe Arbeit“.

Günter Schuster studierte Kunst an der Universität Osnabrück. Dort übernahm er bis
2002 Lehraufträge, u.a. für Typografie und Papiergestaltung. Seit 1983 ist er als
freischaffender Künstler tätig. Bereits in der Vergangenheit zeigte Schuster seine
Kunstwerke im Rahmen von Einzelausstellungen in verschiedenen Städten Deutschlands,
wie Aachen, Hamburg und Trier. Genauso waren sie schon international zu sehen, so in
Tunis und Marrakesch. Zusammen mit seiner Ehefrau, der Soziologin Dr. Birgit NolteSchuster, betreibt er seit 2015 die Kulturfabrik am Hagelturm in Hannoversch Münden,
die ihm ebenfalls als Produzentengalerie dient.