Breitenbach. Das Dorfkino feierte am gestrigen Sonntag in Breitenbach einen gelungenen Auftakt. Ortsbürgermeister Christian Hänsel-Hunold zeigte sich begeistert: „Wir sind absolut begeistert – und so viel steht fest: Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Nachmittag oder Abend!“

Die Zeiten, als wir Kinos im Landkreis Eichsfeld hatten, sind längst vorbei. In Heiligenstadt gab es ein Kino in der Wilhelmstraße, in Leinefelde einst beim Eichsfelder Hof, später dann auf dem jetzigen Gelände der Landesgartenschau und in Dingelstädt wurden Filme im Jugendclub D mit großem Filmprojektor gezeigt.
Wer sich jetzt einen aktuellen Kinofilm anschauen möchte, muss entweder nach Göttingen, Duderstadt, Mühlhausen oder Nordhausen oder Bleicherode fahren, wenn es nicht allzuweit entfernt sein soll.
In einigen Kommunen werden auch Sondervorstellungen organisiert, wie beim Kulturfreitag in Heilbad Heiligenstadt oder die Filmtage einmal im Jahr bei der Leinefelder Wohnungsbaugenossenschaft in Leinefelde.
Aber es geht auch anders. Vorausgesetzt der Ort verfügt über einen großen Saal und mindestens einen Beamer. Das sind schon erste Voraussetzungen, damit man eine Kinoveranstaltung starten kann.Natürlich muss man auch Organisatoren und Helfer haben.

Das war gestern in Breitenbach alles kein Problem. Ortsbürgermeister Christian Hänsel-Hunold hatte sich schlau gemacht, wie ein besonderer Kinonachmittag zum Weltkindertag in Breitenbach funktionieren könnte.
Der Einladung waren mehr als 100 Kinder und auch Erwachsene gefolgt. Sitzkissen, Decken u.a. konnten mitgebracht werden, schließlich sollte es ein sehr entspannter und gemütlicher Nachmittag sein. Es gab zwei Filme zu sehen: Lilo und Stitch und Kannawoniwasein.

Künftig soll es sowohl Vorstellungen für Kinder als auch einen Kinoabend für Erwachsene geben. Bei Popcorn und kühlen Getränken können die Besucher dann einen entspannten Filmabend genießen. Auch die Senioren sollen nicht zu kurz kommen: Für sie ist ein eigener Kinotermin mit anschließender Zeit zum Plaudern geplant.
„Sobald der Popcorn-Duft wieder in der Luft liegt, melden wir uns“, so Christian Hänsel-Hunold. Die kalte Jahreszeit biete schließlich die beste Gelegenheit für gemütliche Kinoabende im Dorf.
Ilka Kühn


