Thüringen. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Geburten- und Sterbeentwicklung wurden 2025 in Thüringen mit 11.053 so wenige Kinder wie noch nie geboren. Gleichzeitig liegt die Zahl der Sterbefälle etwa dreimal so hoch. Dazu erklärt die familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Claudia Heber:
„Die vorgelegten Zahlen sind hochgradig alarmierend. Der Geburtenrückgang um 6,7 Prozent macht deutlich, in welch ernsthafte demografische Schieflage unser Land gerät, wenn wir nicht entschieden gegensteuern. Die Gründe für die niedrige Geburtenrate sind vielfältig und lassen sich nicht auf einzelne Faktoren reduzieren. Klar ist aber auch: Politik kann nicht alles steuern, wohl aber die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Familien brauchen vor allem Freiheit und Flexibilität, um ihr Leben individuell gestalten zu können. Sie brauchen sichere Arbeitsplätze, verlässliche und qualitativ hochwertige Betreuungsangebote, beste Bildungschancen für ihre Kinder sowie eine wohnortnahe medizinische Versorgung. Ich bin dem Ministerpräsidenten deshalb dankbar für seine deutliche Wortmeldung und den Vorschlag zu möglichen Steuererleichterungen für Familien. Als CDU haben wir im Bundesrat initiiert, das Ehegattensplitting zu einem Familiensplitting weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, Familien zu entlasten und steuerlich besser zu stellen, indem die Steuerlast mit jedem weiteren Kind sinkt.“
Heber weiter: „Ideologische Debatten, etwa über die Abschaffung des Ehegattensplittings, führen in dieser Situation nicht weiter. Stattdessen müssen wir Familien konkret entlasten und stärken. Ebenso wichtig ist ein gesamtgesellschaftliches Klima, das Kinder ausdrücklich willkommen heißt. Auch wenn der Rückgang der Geburtenzahlen in den ostdeutschen Bundesländern besonders ausgeprägt ist, beobachten wir diesen Trend bundesweit. Umso mehr setze ich auf die angekündigte Steuerreform des Bundes für das Jahr 2027. Es ist höchste Zeit, Familienpolitik als Zukunftspolitik zu begreifen. Nur wenn wir jetzt handeln, können wir die demografische Entwicklung nachhaltig stabilisieren.“

