Eichsfeld. Die Geburtenzahlen im Landkreis Eichsfeld gehen deutlich zurück. Für 2025 weist das Thüringer Landesamt für Statistik 582 lebend geborene Kinder aus. 2016 waren es noch 1.004 – rund 42 Prozent mehr Geburten sind seitdem weggefallen.
Von 1999 bis 2019 lagen die jährlichen Zahlen zwischen 855 und 1.004. Ab 2020 zeigt sich ein deutlicher Rückgang. Nach 740 Geburten im Jahr 2022 und 742 im Jahr 2023 sank die Zahl 2024 auf 648. Der veröffentlichte Wert für 2025 ist der niedrigste im betrachteten Zeitraum.
Gezählt werden die Kinder nach dem Wohnort der Mutter. Ein Baby aus einer Eichsfelder Familie wird also auch dann dem Landkreis zugeordnet, wenn es in einem Krankenhaus außerhalb des Kreises zur Welt kommt.
Die Geburtenzahlen im Überblick:
Jahr| Lebendgeborene
1999| 862
2000| 959
2001| 907
2002| 917
2003| 924
2004| 971
2005| 891
2006| 894
2007| 925
2008| 855
2009| 886
2010| 918
2011| 977
2012| 898
2013| 901
2014| 908
2015| 940
2016| 1.004
2017| 963
2018| 930
2019| 964
2020| 871
2021| 844
2022| 740
2023| 742
2024| 648
2025| 582*
Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik. Ab 2025 können die veröffentlichten Werte durch ein statistisches Geheimhaltungsverfahren geringfügig verändert sein.
Beim Vergleich ist außerdem zu berücksichtigen, dass der Landkreis größer geworden ist: 2023 kamen Beberstedt, Hüpstedt, Bickenriede und Zella hinzu, 2024 Struth.
Für die Schulnetzplanung sind die kleineren Geburtsjahrgänge eine wichtige Grundlage. Wie viele Kinder später tatsächlich an einer bestimmten Schule ankommen, hängt jedoch auch von Zu- und Wegzügen sowie der Schulwahl ab. Geburtenzahlen und spätere Einschulungszahlen sind deshalb nicht gleichzusetzen.

